Adam Ondra: »Die Dawn Wall war Erholung« | BERGSTEIGER Magazin
Adam Ondra im Interview

Adam Ondra: »Die Dawn Wall war Erholung«

Nach seiner Rotpunktbegehung der Dawn Wall, spätestens aber nach seiner 9c im September 2017 ist Adam Ondra der beste, aber auch der bekannteste Kletterer der Welt. Keine drei Meter kann er auf der Alpinmesse Innsbruck gehen, ohne um ein Selfie gebeten zu werden. Dazu kommen Vorträge und zig Interviews. Er nimmt es gelassen, denn die andere Seite seines Jobs liebt er über alles: Klettern.


 
 
Adam Ondra in »Silence« (9c) © Pavel Blažek
Adam Ondra in »Silence« (9c)

BERGSTEIGER: Nach Ihrer 9c gab es großen Medienrummel. Was ist anstrengender: Interviews geben oder Training am Campusboard?

ADAM ONDRA: Es ist in anderer Hinsicht ermüdend. Aber beides zusammen an einem Tag ist keine gute Kombination.

Bereiten Sie sich schon für Olympia 2020 vor?

Nein, das hat noch Zeit. Ich glaube nicht, dass Speed jemals meine Stärke werden wird. Daher hoffe ich einfach, dass ich ein bestimmtes Level erreiche und meine Leistung im Lead-Klettern und Bouldern meine Speed-Performance ausgleicht.

Sie sind also zuversichtlich?

Meine persönliche Herausforderung an Olympia ist, dass  ich Speed hasse. Das heißt, zum ersten Mal in meinem Leben werde ich etwas üben müssen, das ich hasse. Aber vielleicht finde ich ja heraus, dass Speed gar nicht so schlimm ist.

Als das Format für Klettern als neue olympische Disziplin bekannt wurde, haben Sie überlegt, die Spiele zu boykottieren. Warum haben Sie Ihre Meinung geändert?

Ich werde einfach gegen meine Überzeugung handeln. Olympia ist Olympia. Du wirst es eh nicht ändern. Und jetzt gibt es nun mal die Möglichkeit, zu den Olympischen Spielen zu fahren, die sich vielleicht nicht wiederholen wird. 

Was stört Sie am olympischen Format fürs Klettern?

Dass es nicht einen Medaillensatz für jede der drei Disziplinen gibt. So ist es sehr langwierig und vor allem schwierig zu erklären. Es ist ja schon kompliziert genug, einem Nicht-Kletterer eine einzelne Disziplin zu erklären. Aber hier muss ... 

Das ganze Interview lesen Sie in unserer Ausgabe 03/18, ab 10. Februar im Handel erhältlich oder hier online zu bestellen.

Interview: Franziska Haack
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