Das Große Draußen - Himlung Himal im Monsun 2016 | BERGSTEIGER Magazin

Das Große Draußen - Himlung Himal im Monsun 2016

"Es muss doch möglich sein, einen dieser Gipfel während des Monsuns zu besteigen", dachte ich mir, als ich 1987 als einer der einzigen Trekking-Touristen im Khumbu-Gebiet stehe. Gesagt, getan - und finde mich im August 2016 im Westen Nepals an der Grenze zu Tibet wieder. Das große Ziel: den Himlung (7126 m) während der Monsunzeit zu besteigen.

 
Icefall © Matthias Janßen
Naturschauspiel am Himlung

Solu Khumbu im Monsun 1987

August 1987, Solu Khumbu: „Wenn es morgen immer noch regnet, kehren wir um!“ Dem Vorschlag Birs, meines Trekking Guides, habe ich nicht viel entgegenzusetzen. Dem Monsunregen, dem wir uns schon seit 14 Tagen ununterbrochen ausgesetzt haben, auch nicht. Ich bin zum ersten Mal in Nepal, vom Monsun wusste ich vorher nicht viel und meine alpinen Erfahrungen waren eher spärlich. Die Kleidung ist klamm und schimmelt, die Bergschuhe lösen sich langsam auf, dank der zwei Wochen fast ununterbrochener Niederschläge. An die Blutegel habe ich mich inzwischen gewöhnt. Zu dem Dutzend, das ich mir während des Gehens immer wieder entfernen musste, kamen immer noch ein paar, die an entlegeneren Stellen des Körpers Blut saugten und die ich meistens erst abends entdeckte.

Am nächsten Morgen trete ich vor die Tür unserer Unterkunft, meiner Erinnerung nach eines der Gasthäuser des Klosters in Thengboche: Strahlender Sonnenschein, keine Wolke am Himmel, rechts über mir die Ama Dablam, der erste Gipfel, den ich in Nepal überhaupt sehe. Ich höre endlich einmal etwas anderes außer Regen, der unablässig auf Blätter oder Dächer fällt. Vogelgezwitscher, das Plätschern eines Baches. Eine Gebetsmühle, die dieser antreibt, knarrt und rumpelt betriebsam. „Bir, komm raus, schau dir das an!“, rufe ich nach hinten in die Lodge hinein. Natürlich entschließen wir uns unseren Trek zum Everest Basecamp fortzusetzen. Die Strapazen der letzten 14 Tage sind vergessen. Das Wetter hält sich. Es ist fast warm, sonnig, trocken, die Sicht auf die Gipfel bleibt fast jeden Tag bis um die Mittagszeit frei.


Ich vor dem Pumori, 1987.

Die Schneeverhältnisse erscheinen mir so, wie ich sie auf den Abbildungen vorher gesehen habe. Warum ist hier dann niemand? Ich bin bis zu diesem Zeitpunkt der einzige Trekking Tourist im Khumbu-Gebiet. Ein Foto von damals belegt, dass zu diesem Zeitpunkt zwischen mir und dem Everest niemand mehr war.

Es müsste doch auch möglich sein, einen dieser Gipfel während des Monsuns zu besteigen, denke ich mir. Dann ging es zurück und unterhalb Namche Bazars warteten schon Regen und Blutegel. Fast drei Jahrzehnte hat es gedauert, bis die Idee einer Monsun-Expedition konkrete Formen annimmt und ich zum zweiten Mal nach Nepal reise.

Das Große Draußen, Himlung Himal im Monsun 2016

Eigentlich will ich im August 2016 den Lhakpa Ri in Tibet besteigen, mit einem möglichst kleinen Team. Da die Grenzübergänge zwischen Nepal und Tibet aber für Touristen Ende Juni immer noch geschlossen sind, verfolge ich für diesen vorhersehbaren Fall mit der Trekking Agentur den Plan B, nämlich im Westen Nepals an der Grenze zu Tibet den Himlung (7126m) zu besteigen.

Meine Strategie für eine erfolgreiche Besteigung aufgrund der Erfahrungen von 1987: Das Trekking im Monsunregen irgendwie durchhalten. Dazu geht man am besten in kurzer Hose und T-Shirt, hat immer ein Feuerzeug und ein kleines Gefäß mit Salz für die Blutegel in der Tasche. Regenkleidung ist eigentlich überflüssig. Man schwitzt nur darunter, was nur noch mehr Blutegel anzieht, die man dann nicht findet.

Ich werde mit einem Träger gehen. Ich werde versuchen, durch eine vernünftige Ernährung bei Kräften zu bleiben. Ich werde mich, was Essen und Trinken angeht, konsequent an die Empfehlung des Trekking Guides halten. Ab einer Höhe von 3500 Metern, spätestens ab 4000 Metern würde es dann trocken sein, alles andere - der Gipfel also - kein Problem mehr darstellen. Der Transhimalaya, im Regenschatten des Annapurna-Massivs, ist dem Monsun ohnehin schon weniger stark ausgesetzt. Und niemals würde ich Guide oder Crew etwas fragen in der Art von: „Wie lange noch?“ So stelle ich mir das vor.

Am 3. August treffe ich mich in Kathmandu mit den Leuten der Trekking Agentur, die ich über deren Repräsentanten in Deutschland mit der Organisation und Logistik meiner Expedition beauftragt hatte, und lerne meinen Climbing Guide Chandra kennen. Koch, Küchenhelfer und ein zweiter Climbing Guide, den uns die Agentur auf eigene Kosten mitschickt, damit wir größere Chancen haben, den Gipfel zu erreichen, waren schon eine Woche zuvor aufgebrochen.

Man rechnete mit einem längeren Anmarsch wegen der schweren Regenfälle im Juli und so sollte sichergestellt werden, dass das Basecamp steht, wenn Chandra und ich dort ankommen. Ich habe die bestmögliche Unterstützung, niemand hält mein Vorhaben für unsinnig, alle Beteiligten sind hoch motiviert. Wir könnten die ersten werden, die den Gipfel des Himlung im Monsun erreichen (soweit wir das wissen).

Aufbruck zum Himlung Basecamp

Nach einem Tag Autofahrt mit Wagen und Fahrer der Trekking Agentur erreichen wir am 4.8. Syanje, eine kleine Siedlung an der Straße nach Jomsom. Es ist warm, etwas schwül, aber es regnet nicht. Monsunregenfälle sind aber angekündigt, weswegen sich unser Fahrer Naris gleich wieder auf den Rückweg macht und versucht am Abend mindestens noch Besisahar zu erreichen. Hier in Syanje wartet unser Träger Dawa.

Am folgenden Tag beginnt das Trekking zum Himlung Basecamp, zunächst auf dem Annapurna Circuit auf der vom Monsun arg mitgenommenen Straße oberhalb des Marshyangdi. Vereinzelt fahren hier schon wieder Autos. Straßenbautrupps sind jedoch an vielen Passagen mit Räumungs- und Ausbesserungsarbeiten beschäftigt. Wir erreichen am 6.8. Koto. Hier zweigt der Weg ins Naar Phu-Tal ab. Er folgt im Wesentlichen dem Phu Khola. Es bleibt trocken. Wir kommen gut voran. Da einige Siedlungen, die das normale Trekkingprogramm als Stopps für die Route vorsieht, nicht bewohnt sind, während des Monsuns wie z.B. Kyang, verlängern sich die Tagesetappen entsprechend und wir sind zwei Tage vor unserem Zeitplan.

Anderen Touristen begegnen wir nur einmal, kurz vor Meta treffen wir eine dreiköpfige Trekkinggruppe aus Norwegen mit ihrem Trekkingguide. Wir erreichen am 8.8. nach einer Übernachtung in Meta den kleinen Ort Phu Gaon. Von diesem Ort geht eine faszinierende Wirkung aus. Die Häuser, zum Teil noch von den Khampa, deren verlassene Siedlungen man auf dem Weg öfter passiert, scheinen wie Vogelnester im Fels zu hängen. Wir bleiben nur eine Nacht in Phu Gaon. Es ist windig und kalt. Wir entschließen uns, gleich am nächsten Morgen ins Basislager aufzusteigen und uns dort zu akklimatisieren. Wir gehen auf der südwestlichen Seite dem Pangri Gletscher entlang. Am Morgen ist es noch sonnig. Später bewölkt es sich, Nieselregen setzt ein. Dawa und Chandra sind ein wenig voraus. Endlich sehe ich sehe ein leuchtend gelbes Zelt in der Ferne, das sich deutlich vor dem Grau der Felsen und dem satten Grün einer Art Almwiese abhebt. Jemand kommt Dawa und Chandra entgegen. Eine halbe Stunde später bin auch ich an unserem Lagerplatz.

Die Puja-Zeremonie

Ein olivgrünes Küchenzelt, links daneben das etwa gleichgroße gelbe Messzelt, das Platz für eine größere Gruppe bietet. Vor den beiden Zelten haben Chandra und Kumar ein gemeinsames Zelt. Etwas weiter abseits Richtung Gletscher steht meines. Außerdem habe ich ein Toilettenzelt, etwas größer als eine Telefonzelle. Das Lager haben wir wie erwartet für uns. Wir sind überhaupt die einzigen, die sich in der Gegend aufhalten. Meiner Erinnerung nach kamen gelegentlich  Halbnomaden, die etwa auf halbem Weg zwischen dem Basecamp und  Phu Gaon siedeln, zum Basecamp und sahen nach ihren Yaks oder ihren Pferden.

Wir beginnen unseren ersten Morgen im Basecamp mit der Puja-Zeremonie. Auch ich darf meine Gebetsfahnen um unseren kleinen Altar legen. Gegenstände, die den Segen der Götter haben sollen, legen wir vor den Altar. Chandra ermuntert mich den Göttern auch einige Geldscheine zu opfern. Ich stecke einige aufgerollte Rupien in eine Schale mit Reise. Santosh hat leckere Sachen gebacken. Außerdem gibt es Dosenbier und Whiskey, den wir aus Blechbechern trinken.


Gebetsfahnen werden um den kleinen Altar gelegt.

Die nächsten Tage nutzen wir zum Akklimatisieren, zu kleineren Wanderungen und zum Trainieren. Trainieren bedeutet: Chandra und Kumar schauen sich genau an, was ich kann und was nicht - im Umgang mit Seil, Abseilgerät und Jumar. Zum  Akklimatisieren beherzige ich Chandras Empfehlungen: Wenig Aktivität im Basecamp am ersten Tag, viel trinken, den Kopf warm halten. Kumar geht wesentlich risikofreudiger vor. Chandra, als Sirdar, legt Wert auf Sicherheit und gute Planung. Über Kumar weiß er zu berichten, dieser habe 231 Freundinnen. Die Route, die sich Chandra und Kumar überlegt haben, bleibt westlich des Himlung–Sattels und meidet Passagen, bei denen das Risiko von Lawinen besteht.

Am 13.8. nach unserer Ankunft steigen wir zum Camp I auf. Die Durchquerung des Pangri-Gletschers stellt für mich rückblickend den schwierigsten Abschnitt der Expedition dar. Zunächst steigt man über einen steilen rutschigen Hang in den schuttbedeckten Gletscher hinein, sucht sich einen Weg durch diesen und klettert auf der nördlichen Seite einen genauso steilen und rutschigen Hang wieder hinauf. Die Rast auf der Wiese des anderen Himlung Basecamps entschädigt aber für die Mühen. Kumar und Amrit haben bereits eine Woche zuvor das Camp I eingerichtet. Am nächsten Tag erkunden Kumar und Chandra den weiteren Weg und suchen einen Platz für Camp II, während Amrit und ich das Lager verlegen, da uns der Platz unterhalb eines verschneiten Hanges etwas zu unsicher erscheint. Erst am 17.8., brechen wir in Richtung Camp II auf, da dann erst das Wetter wieder zuverlässiger ist.

Zunächst über schneebedecktes Geröll, steil aufwärts. Fels scheint es hier gar nicht zu geben, nur Geröll und losen Schiefer. Je größer die Stücke sind, desto beweglicher sind sie. Zwei Schritte aufwärts, einen zurückrutschen. Bald schon gehen wir im tiefen Schnee. Er ist schwer, nass und sulzig. Dies ändert sich auch mit zunehmender Höhe nicht. Ich habe nichts davon, dass Kumar und Chandra spuren. Wenn ich in ihre Fußstapfen trete, sacke ich oft noch bis zu dreißig Zentimeter tiefer ein.

Der Gipfelversuch

Wir steigen dann in den Himlung Eisbruch ein, überqueren oder umgehen Gletscherspalten und errichten unser zweites Lager auf einer ebenen Fläche, die etwas oberhalb der Stelle liegt, wo eine der Hauptrouten wieder in schneefreies felsiges Gelände abzweigt, zu erkennen an einem Fixseil, das dort hängt. Später beim Abstieg stelle ich fest, dass es sich auch bei dieser Kante nur um brüchigen Schiefer handelt, der aufgrund des Monsuns nicht durch Frost zusammengehalten wird. Nach einer Nacht dort steigen wir am 18.8. auf zum Lager drei, weiter durch den Eisbruch. Wir haben keine gute Sicht. Wir sehen schemenhaft den Sattel des Himlung, der zum Gipfelgrat führt, darüber ist nichts zu erkennen. Für den nächsten Tag planen wir einen Gipfelversuch, sobald es klar wird. Also Aufbruch kurz nach Mitternacht.

In der Nacht klart es jedoch nicht auf und es bleibt beim trüben Wetter, sodass wir gezwungen sind, im Zelt auszuharren. Unsere Essensvorräte schrumpfen. Wir haben Vorräte für sechs Tage, sind aber schon beim siebendeten. Eine letzte Chance auf den Gipfel würde nur noch der nächste Tag bieten können. Wir wollen am 20.8. um 1:00 Uhr aufstehen und um spätestens 2:00 Uhr starten. Als ich um 1:00 Uhr wach bin und nach draußen schaue, nehme ich nur dasselbe trübe Wetter wahr, das wir im Wesentlichen in den letzten Tagen auch hatten. Schnee, etwas Hagel. Bis etwas 5:00 Uhr sehe ich halbstündlich nach dem Wetter, aber es ändert sich nichts. Irgendwann schlafe ich ein.

Um 6:30 Uhr bin ich plötzlich hellwach, öffne sofort den Zelteingang und strecke meinen Kopf hinaus: fast keine Wolke am Himmel, das große Draußen in Panoramaansicht! Für einen Aufstieg ist es aber jetzt zu spät. Der Aufschwung auf den Himlung-Sattel allein würde zwei oder mehr Stunden beanspruchen. Ein Weg zwischen lawinengefährdeten Hängen und den kaum erkennbaren Gletscherspalten wäre zu suchen. Wir haben beobachtet, dass es beinahe jeden Tag spätestens am frühen Nachmittag zumacht, dann gibt es Schnee und Hagel. Wann es wieder danach aufklaren würde, bleibt unsicher. Wir würden vielleicht bis zum Mittag einiges an Höhe gewinnen können, dann aber unter Umständen tagelang weit oben am Berg festsitzen. Wir entschließen uns zum Abstieg. Wir freuen uns dennoch über das Erreichte, genießen Sonne und Aussicht, fotografieren und bauen unser Lager ab.

Es ist wie 1987: Nach langen trüben Tagen ist es strahlend hell. Der beinahe unerwartete Anblick des Himalaya von einem  Augenblick zum nächsten ist überwältigend. Camp 3 auf der Westseite des Sattels bietet eine grandiose Aussicht auf Lamjung, die Gipfel des Annapurna-Massivs und den Dhaulagiri. Südwestlich am Himlung sieht man die nicht weniger beeindruckenden Nachbargipfel und die Gletscher darunter.

Beim Abstieg folgen wir unserer Aufstiegsspur zum Camp II, steigen dort am Fixseil aus dem Gletscher und queren dann ein ca. 60° steiles Firnfeld. Wir erreichen ‚Felsen‘. Von ihnen aus geht es senkrecht in die Tiefe, auf dem bereits erwähnten brüchigen Gestein. Ich weiß nicht mehr, wie ich dort hinuntergekommen bin. Im losen Schiefer rutschen, Halt suchen an größeren Brocken, bis diese sich in Bewegung setzten. Amrit, Chandra und Kumar  sind aber zu keinem Zeitpunkt über diesen Teil der Strecke besonders beunruhigt. Wir sind noch weit über dem Camp I. Aber bald erreichen wir ein mäßig geneigtes Schneefeld, dass recht gut zu begehen ist. Nach einem Abstieg über ein gut zu begehendes Schneefeld, von wo aus wir die gelben Zelte unseres Basislager weiter unten auf der anderen Seite des Pangri-Gletschers schon erkennen können, rasten wir im Camp I, bauen die Zelte ab und setzen den Weg zum Basecamp fort.

Während Chandra und ich uns nur langsam durch den schon bekannten Moränenschutt des Pangri Gletschers voran bewegen (für das langsame Tempo bin ich verantwortlich, Chandra wartet nur immer wieder auf mich), steigen Kumar und Amrit bereits auf der anderen Seite über den Rand auf die grüne Almwiese des Basislagers. Amrit habe ich noch den Wunsch mitgegeben, dass ich bei meiner Ankunft gerne Pommes und Omlette hätte, die ich dann später auch wirklich bekomme.  Die dünne Luft hat kurzzeitig Sahib-Allüren ausgelöst. Auch wünsche ich mir, dass Santosh uns entgegenkommen, um für den Rest des Weges meinen Rucksack zu tragen. Aber das behalte ich für mich.

Eine Ewigkeit später haben auch wir die andere Seite des Gletschers erreicht. Santosh kommt uns entgegen, er freut sich riesig uns wiederzusehen. Und er nimmt meinen Rucksack! Er gesteht mir, dass er schon vom ersten Tag an nach uns Ausschau gehalten hat, ob wir am Bach oberhalb des anderen Basecamps vielleicht auftauchen würden, um zurückzukehren. Erst jetzt wird mir klar, dass das hier sieben einsame Tage für unseren Koch gewesen sein müssen. Ich vergesse gerne, dass Menschen normalerweise eher gesellig sind. Wenn nicht die Nomaden nach ihren Yaks und Pferden geschaut haben, wird niemand zum Basislager gekommen sein. Wir verbringen einen sonnigen Tag im Basislager, bevor wir dann am Abend packen. Am 22.8. brechen wir auf, übernachten in Meta und erreichen am 23.8. Koto. Von dort beabsichtigten wir bis nach Besisahar mit einem der local jeeps zu fahren, wo wir dann Naris wiedertreffen sollen, der uns dort mit dem Wagen der Trekking Agentur abholt.
 

Hier geht es zu Teil 2 der Geschichte und zur Bildergalerie


 
Matthias Janßen
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