Foothooks | BERGSTEIGER Magazin
Foothooks gehören zu den spektakulärsten Techniken beim Klettern. Richtig eingesetzt, sind sie auch sehr effektiv.

Foothooks

Normalerweise setzt man seine Füße beim Klettern zum Treten ein. Klare Sache, wenn auch nicht immer einfach. Und beim Treten nutzt man in der Regel den vorderen Bereich der Sohle, dort, wo die Zehen sind. Aber eben nur in der Regel. Mit den Füßen lässt sich beim Klettern nämlich viel mehr anfangen.
 
Wer schon einmal mit einem Fahrrad mit Klickpedalen gefahren ist, weiß, wieviel der einfache Trick bringt, nicht nur zu treten, sondern auch zu ziehen. Beim Klettern ist das nicht anders: Das Ziehen mit den Füßen erweitert das Bewegungsrepertoire erheblich und macht Passagen kletterbar, die anders schlichtweg unmöglich sind. Die entprechenden Kletterpositionen heißen »Heelhook« und »Toehook«, weil man sich mit Ferse (= Heel) und Fußoberseite (= Toe) sozusagen »einhakt«. Im Kletterjargon wird allerdings oft schlicht von »Foothooks« geredet. Heel- und Toehooks finden vorwiegend im steilen und sehr steilen Gelände Verwendung und eröffnen eine neue Dimension, den Rumpf zu stabilisieren, eine Bewegungsrichtung zu unterstützen und das Halten von Griffen zu erleichtern bzw. erst möglich zu machen. Außerdem macht das Experimentieren mit Heel- und Toehooks unheimlich Spaß!

Downloads: Foothooks Technik I, Foothooks Technik II
Text: Marietta Uhden. Foto: Peter Naumann
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