Know-How: Ausrüstung fürs Klettern im Gebirge

Alpines Klettern ist weitaus mehr, als die Schwierigkeiten aus der Halle in längere Routen und größere Wände zu übertragen. Was alpine Einsteiger benötigen, erklären unsere Experten von Hauser alpin.

 
Alpinklettern lernt man zwar nicht in der Halle, aber dort sammeln Kletterer heute meist ihre ersten Erfahrungen. Nach und  nach  geht es dann immer mehr nach draußen – an den echten Fels. Und wenn sie nach zahlreichen Klettermetern im Klettergarten genügend Erfahrung und Können angesammelt haben, wagen viele Kletterer ihre ersten Versuche: Alpines Klettern ist die Königs-Disziplin! Der Weg nach draußen ist nicht einfach und der von Sportkletterrouten zu langen alpinen Klassikern auch nicht. Glücklicherweise hat sich aber mit dem Ort, an dem man zu klettern beginnt, auch das Material verändert. So können Alpinkletterer heute auf viel bessere Ausrüstung vertrauen, als noch vor 30 Jahren. Gut so, denn das alpine Gelände allein bietet schon genügend Unwägbarkeiten: Orientierung und Wegfindung, Standplatzbau und Absicherung sowie Witterung und Steinschlag wollen wohl beherrscht sein. Wer dann noch das Kletterkönnen für die geplante Route besitzt, kann seine (erste) alpine Kletterei sicher und unbeschwert genießen.

Alpine Ausrüstung
Die zum Alpinklettern benötigte Ausrüstung verdeutlicht bereits den Unterschied zum Sportklettern in der Halle. Denn reichen dort Sitzgurt, Sicherungsgerät, Kletterseil und -schuhe, ist am Fels deutlich mehr bzw. anderes Material notwendig!

Sitzgurt: Zum Klettern in alpinen Routen reicht ein moderner Sitzgurt völlig aus. Die Kombination mit einem Brustgurt ist nur notwendig, wenn man mit Rucksack vorsteigt (kommt selten vor, denn den trägt meist der Nachsteiger) oder man ungünstige Körperproportionen besitzt (Kinder und Übergewichtige).

Helm: Wichtig sind gute Passform und geringes Gewicht. Sonst kann es zu Kopfschmerzen und Unwohlsein kommen, man ermüdet man schneller und wird unkonzentriert!  Zum Anprobieren den Kopf schnell zur Seite, nach vorne und hinten schütteln. Dabei muss der Helm
fest sitzen und nicht verrutschen.

Kletterschuhe: Sollten passen und bequem sein. Schließlich wird man den Schuh in alpinen Routen mehrere Stunden lang tragen. Und da man alpin meist unter seiner Leistungsgrenze klettert, ist die kleinstmögliche Schuhgröße nicht nötig!
Ausrüstung fürs Klettern im Gebirge
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