Theo Fritsche Schulprojekte

Kurz- und langfristige Hilfe für Nepal

Gut fünf Monate sind seit den schweren Erdbeben in Nepal mittlerweile vergangen. In den Medien spielt das Thema kaum mehr eine Rolle. Doch die Situation in einigen abgeschiedenen Tälern ist immer noch dramatisch. Für den Wiederaufbau ist Unterstützung weiterhin dringend notwendig. Die Schulprojekte Theo Fritsche engagieren sich seit 1995 für die Bildung im Land. Derzeit geht es aber vor allem um Soforthilfe.
 
Schulprojekte Theo Fritsche Nepal © Theo Fritsche
Schulprojekte Theo Fritsche Nepal

Unter dem Motto „Bildung ist die Grundlage der Entwicklung“ profitieren vor allem Kinder und Jugendliche in den entlegenen Gebieten Nepals von den Schulprojekten. Durch die Schulen werden einerseits regionale Arbeitsplätze (kurzfristig für den Bau der Schulen, langfristig für Lehrende) geschaffen. Anderseits bekommen Kinder die Möglichkeit, Wissen zu erlangen und dieses wiederum in die Region zu investieren. Die errichteten Schulen sind von qualitativ hochwertiger Bausubstanz um langfristig über mehrere Generationen zu bestehen.

Im Laufe der letzten Jahren wurden vier Schulen errichtet, ein Waisenhaus unterstützt und im neuesten Projekt eine Technical Academy (Berufsschule für technische Berufe) erbaut und in Betrieb genommen werden. Insgesamt wird so mehr als 2.000 Schülern die Möglichkeit auf eine wertvolle Schulbildung bzw. eine Lehrausbildung gegeben.
 

Erdbeben sorgt für neue Prioritäten

Aufgrund des schweren Erdbebens am 25. April 2015 musste das Projekt kurzfristig einen neuen Schwerpunkt setzen. Im Fokus stehen nun die Soforthilfe und der Wiederaufbau zur Unterstützung von schwer betroffenen Familien. Mit kurzfristigen Sammelinitiativen, Vorträgen und vielen freiwilligen Spenden wurde seitdem mit mehr als 150.000 Euro Soforthilfe in Nepal geleistet.
 
Im ersten Schritt wurden die Menschen in Nepal mit dem Notwendigsten wie Lebensmitteln, Planen und Baumateralien unterstützt. Das Team der Schulprojekte kümmerte sich um die Beschaffung und Verteilung der Güter. Vorzugsweise wurden entlegene Gebiete ausgewählt, welche nur schwer erreichbar waren und nicht schon von großen Hilfsorganisationen unterstütz wurden. Durch das Erdbeben gab es auch an einigen Schulprojekten größere Schäden, welche in den nächsten Monaten dringend behoben werden müssen.
 


Die Menschen in Nepal zeigen sich sehr dankbar für die Unterstützung. Bei der Eröffnung der Schulen werden große Feiern mit Vorführungen, Ansprachen und Tänzen veranstaltet. Besucher werden immer sehr herzlich empfangen und eine Führung und ein Einblick in den Schulalltag sind für sie selbstverständlich. Die Schulgebäude werden sehr gut gepflegt und instand gehalten, was die große Wertschätzung der Unterstützung zeigt.


Meilensteine der Schulprojekte:

2001
Aufnahme des Betriebs im neu erbauten Kinderhaus in Lhubu, dauerhaft Untekunft für 50 Waisenkinder einschliesslich professioneller Betreuung
 
2007
Eröffnung Basuku Lower Secondar School: 235 Schüler
 
2009
Eröffnung Jana Bikash Secondary School: 420 Schüler
 
2012
Eröffnung Ram Devi School Harre: 400 Schüler
 
2013
Erweiterung Westwing Schule in Luhubu: 600 Schüler
 
2014
Eröffnung Technical Academy, Berufsschule zur Erlernung technischer Berufe (Elektriker, Bäcker, Computertechniker, Hotel- und Gastgewerbe): 200 Schüler
 
2015
Soforthilfe nach dem schweren Erdbeben in Nepal. Unterstützung mit Baumateralien, Saatgut und Lebensmittel.Bau von Unterkünften für 20 schwer betroffene Familien in Panichaur und Harre.
 

Künftige Vorhaben

  • Errichtung von 20 weitere Häusern in den Regionen Ghorka, Langtang und Sindhupalchok im Herbst 2015.
  • Verschiedene bestehende Schulgebäude sollen nach Bedarf im Rahmen der Reparaturarbeiten erweitert werden.
  • Umsetzung des Projektes “Theo Fritsche Health Clinic” im Frühjahr 2016.


Möglichkeiten der Unterstützung

Hilfsorganisationen wie die Theo Fritsche Schulprojekte sind auf freiwillige Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen. Zur Errichtung der Schulprojekte sind große finanzielle Mittel notwendig. Für den Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben sind vor allem Baumateralien, Saatgut und ehrenamtliche Mitarbeit (Aufbauarbeiten, Planung, Fachwissen Bau, etc.) gefragt. Im Zusammenhang mit den Schulprojekten sind Lehrmateralien (Bücher, Hefte, etc.) sowie alte EDV-Geräte hilfreich. Es besteht auch die Möglichkeit als Lehrer, Entwicklungshelfer, etc. vor Ort bei den Projekten mitzuwirken.
 
Die beste Form der Unterstützung sind Reisen nach Nepal welche die nepalesische Wirtschaft wieder in Schwung bringen und keine dauerhafte Abhängigkeit von Spenden und Unterstützung schaffen. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Nepal.

Alle weiteren Inforamationen finden Sie unter www.theofritsche.at.

 
Fotos: 
Theo Fritsche
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