Bergtour auf die Große Arnspitze

Die Überschreitung der Großen Arnspitze gestaltet sich als nicht ganz einfache Bergtour mit abenteuerlichem Anstrich. Doch die Mühe lohnt sich allemal, denn die isolierte Lage der Arnspitzen sorgt für grandiose Ausblicke in die umliegenden Berge.

 
Bergtour auf die Große Arnspitze © Mark Zahel
Der Normalweg auf die Große Arnspitze ist gut markiert.

Die Lage zwischen dem Isartal bei Scharnitz und dem Leutaschtal lassen die Große Arnspitze wie eine uneinnehmbare Wand erscheinen. „Schaut wild aus“, meint auch Bergsteiger Michi, der die Bergtour auf die Arnspitze mit Freund Tom wagen will. Schließlich siegt die Entdeckerlust der beiden aber über die Skepsis und sie marschieren los in Richtung Große Arnspitze.

Aufstieg zur Großen Arnspitze

Während der Ofelekopf im Wetterstein im Morgenlicht erstrahlt, begeben sich Michi und Tom auf den Anstieg zur Riedbergscharte, wo die eigentliche Kammüberschreitung des Arnstocks ansetzt. Begleitet von Panoramablicken auf die hohen Schrofenflanken des Wettersteinkamms und die eindrucksvollen Wände des Karwendelgebirges, nähern sich die Bergsteiger allmählich dem Kern ihres Vorhabens, der Überschreitung der Großen Arnspitze und Arnplattenspitze. 

Zumindest der erste Abstieg über weglose Schrofen erweist sich noch als relativ unschwierig, bevor es auf dem Weiterweg zur Mittleren Arnspitze (auch Arnkopf genannt) schon anspruchsvoller wird. Die Mittlere Arnspitze wird normalerweise über eine Kletterpassage im II. und III. Grad erklommen. Doch die beiden wissen um eine Traverse, auf der die Mittlere Arnspitze relativ problemlos umgangen werden kann. Dann folgt auch schon der finale Abschnitt über die Arnsplattenspitzen am Gipfelaufbau zur Großen Arnspitze, die Michi und Tom in leichterer Kletterei meistern. 

Die Große Arnspitze – nichts für Zartbesaitete und Konditionszwerge

Am Gipfel angekommen, genießen die beiden eine ausgiebige Gipfelbrotzeit, bevor sie zum Abstieg aufbrechen. Dieser führt zunächst am Normalweg der Arnplattenspitze vorbei, über einige kleinere Kletterstellen und später über ein ausgedehntes Latschenplateau am südlichen Arnstock. Zunehmend steiler wird der Pfad durch den Wald, aber schließlich erreichen Michi und Tom den Leutascher Ortsteil Arn.

„Ein echtes kleines Abenteuer für uns Normalverbraucher“ resümmiert Michi. Die Überschreitung der Großen Arnspitze ist keine Tour für Zartbesaitete oder Konditionsschwache, dafür aber durchaus ein alpines Erlebnis. 
 
Bergtour auf die große Arnspitze - Text: Mark Zahel, Fotos: Mark Zahel, Fotolia
Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 05/2014. Jetzt abonnieren!
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