Robert Jasper im Porträt | BERGSTEIGER Magazin
Direttissima durchs Leben

Robert Jasper im Porträt

Robert Jasper steht für Geradlinigkeit. Inszenierte Spektakel sind nichts für ihn. Auch deshalb hat er sich im Laufe seiner Karriere am Berg immer mehr zum Alleingänger entwickelt. Gerade ist Robert Jasper 50 geworden. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht und plant gerade seine nächste Expedition nach Grönland – natürlich solo.

 
© Frank Kretschmann
Robert Jasper in der Route »Odyssee« (X-) in der Eiger Nordwand
An ein Leben ohne Berge könne er sich überhaupt nicht erinnern. Obwohl Robert Jasper nicht in eine klassische Bergsteiger-Familie geboren wurde, bestimmten Felsen und Gipfel schon früh sein Leben. Ein altes Schwarz-Weiß-Foto zeigt den zweijährigen Robert an einem kleinen Felsblock. »Ich glaube wirklich, dass ich damals schon da rauf wollte«, sagt Jasper heute im Rückblick. »Diese Suche nach dem Abenteuer war schon immer in mir.«

Wie viele andere Jugendliche im Schwarzwald spielte Jasper zwar auch im Fußballverein und fuhr Skirennen – Letzteres sogar ziemlich erfolgreich. Aber die große Leidenschaft fehlte. »Das war mir einfach zu reglementiert.« Freiheit hingegen fand er beim Klettern – erst im heimischen Schlüchttal, später im nahen Basler Jura. Lange konnte sein Vater als Seil- und Sicherungspartner nicht mithalten und so folgte ein Kletterkurs in Grindelwald. Der Ort muss den jungen Jasper nachhaltig beeindruckt haben, denn die Eiger Nordwand spielte fortan eine zentrale Rolle in seinem Leben.

Mit 16 Jahren wagte er bereits den ersten Versuch durch die Heckmair-Route. Klar, dass sich viele Kletterpartner bei diesem atemberaubenden Tempo langsam zurückzogen. Jasper entwickelte sich mehr und mehr zum alpinen ... 


Das ganze Porträt lesen Sie im Bergsteiger 06/18, ab 12. Mai am Kiosk erhältlich oder hier online zu bestellen.
Stefan Moll
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