News > Glowacz und Sharma präsentieren "Into the light"
06.10.2014

Glowacz und Sharma präsentieren "Into the light"

Filmpremiere in der BMW Welt München
 
 


Vor gut besuchten Zuschauerrängen präsentierten die beiden Kletterstars Stefan Glowacz und Chris Sharma am Sonntag Abend ihren neuen Film "Into the light". Gegenstand des Films ist ein außergewöhnliches Kletterprojekt, das Glowacz mithilfe des amerikanischen Ausnahme-Kletterers Chris Sharma umgesetzt hatte.

Die längste Dachkletterroute der Welt

Die Höhle von Majlis al Jinn im Oman reicht 160 Meter vom Erdboden in die Tiefe und ist damit die zweitgrößte Erdöffnung der Welt. Der Boden der unterirdischen Kathedrale ist nur durch ein Abseilmanöver zu erreichen. Um vom Höhlenboden an die Erdoberfläche zu gelangen, erschlossen Glowacz und Sharma innerhalb von nur zwei Wochen eine Route entlang der 45° und mehr überhängenden Höhlenwand.

Bei Schwierigkeitsgraden zwischen 7c+ und 8b+ zählt die 13 Seillängen lange Route zu den schwersten Dachkletterrouten der Welt. Das war auch einer der Gründe, warum Glowacz Sharma für das Projekt gewonnen hatte. Der 33-jährige US-Amerikaner hat bereits einige der weltweit anspruchsvollsten Routen erschlossen und gehört zu den Besten der Szene.

Chris Sharma zeigte sich geehrt, an der außergewöhnlichen Expedition teilhaben zu dürfen. "Stefan war auf einem der ersten Klettermagazine abgebildet, das mir als Jugendlicher in die Hände gefallen ist", so Sharma. "Seitdem ist er ein großes Idol und Vorbild für mich. Ich fühle mich geehrt, dass ich ihn bei diesem einzigartigen Projekt unterstützen durfte".

Bürokratie und Teamarbeit

Mit einem 23-köpfigen Team, bestehend aus vier Kameramännern, Technikern, Regisseur, Produzent und Koch reisten Sharma und Glowacz im Februar diesen Jahres ins östliche Hadschar-Gebirge. Dem Projekt ging eine einjährige Vorlaufzeit voraus, in dem das Team zusammen mit einem britischen Höhlenforscher den einheimsichen Behörden ihr Vorhaben erklärte.

"Es war uns wichtig, dass die Menschen dort verstehen, dass wir der Höhle mit Respekt begegnen und sie mit unserem Projekt nicht verschandeln wollen", so Glowacz. Und schließlich konnten die Kletterer nicht nur auf die Unterstützung der einheimischen Behörden, sondern auch auf die Bewunderung der Bevölkerung bauen.

Sturz in die Tiefe

Glowacz Idee war es eigentlich, die 13 Seillängen abwechselnd mit Sharma durchzusteigen. Doch ein Sturz verursachte schmerzhafte Verbrennungen an Glowaczs Händen, fortan war er auf die konsequente Führung Sharmas angewiesen. Am Ende gelang es den beiden aber nach nur zwei Wochen, einen Weg entlang der Kalksteinwand zu finden und vom dunklen Höhlenboden "into the light" zu klettern.

Trailer zum Film "Into the light":