Erste Winterbesteigung des Nanga Parbat erfolgreich! | BERGSTEIGER Magazin
Simone Moro, Alex Txikon und Ali Sadpara schreiben Alpingeschichte

Erste Winterbesteigung des Nanga Parbat erfolgreich!

Ende 2015 machten sich Simone Moro (Italien) und Tamara Lunger (Italien) auf den Weg zur ersten Winterbesteigung des berüchtigten Nanga Parbat (8.126 m). Nach mehr als 80 Tagen am neunthöchsten Berg der Welt hat Simone Moro zusammen mit Alex Txikon (Spanien) und Ali Sadpara (Pakistan) den Gipfel über die Kinshofer Route bestiegen. Tamara Lunger musste unbestätigten Berichten zu Folge kurz vor dem Gipfel abbrechen.
 
Simone Moro im Aufstieg © The North Face
Simone Moro im Aufstieg
Damit gelingt Simone Moro die erste Winterbesteigung (zwischen 21. Dezember und 21. März) des Berges und damit insgesamt bereits seine vierte erfolgreiche Winterbesteigung auf einen 8.000er Gipfel. Zuvor hatte er den Shisha Pangma (8.027 m), den Makalu (8.463 m), und den Gasherbrum II (8.035 m) bezwungen.

Während des Winters fallen die Temperaturen auf dem Nanga Parbat leicht unter -40°C am Tag und der Wind kann bis zu 50 km/h und mehr erreichen. Der Nanga Parbat wurde das erste Mal im Jahre 1953 über die Rakhiot Flanke vom österreichischen Kletterer Hermann Buhl bestiegen, hat aber seitdem vielen erfahrenen und versierten Alpinisten das Leben gekostet. Insgesamt gab es nur wenige erfolgreiche Besteigungen und bisher keine im Winter.

Den letzten Versuch einer Winterbesteigung am Nanga Parbat unternahm Simone Moro 2014 zusammen mit David Göttler (Deutschland) und Emilio Previtali (Italien). Das Team nahm damals die Schell Route an der Rückseite des Rupal Face, musste aber auf 7.200 Metern wegen des schlechten Wetters und verschiedener Erkrankungen auf Grund der extremen Kälte und Erschöpfung umkehren.
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