Trekkinggipfel: Der Kilimanjaro

So geht’s auch: Aus einer Notlage heraus entdeckte unser Autor vor 20 Jahren für sein Reiseunternehmen eine neue Route auf den Kilimanjaro, den höchsten Berg Afrikas.
Von Manfred Häupl

 
Trekkinggipfel: Der Kilimanjaro © BERGSTEIGER
Tiere in freier Wildbahn sind im Amboselipark an der Tagesordnung – im Hintergrund der Kilimanjaro, von Norden aus gesehen
Es war 1990. Der zweite Golfkrieg unter George Bush senior hatte gerade begonnen und der Tourismus steckte in seiner ersten globalen Krise. Ganze Regionen im Umfeld von bis zu 4000 Kilometern vom Irak entfernt wurden zu Krisengebieten erklärt. Es hagelte Reisestornierungen, das Geschäft lahmte. »Wenn das Geschäft nicht läuft, soll man reisen…«, hatte mir vor Jahren ein Globetrotter in Südamerika geraten, »…meistens öffnen sich dann neue Türen«. Eine Kollegin hatte mir erzählt, dass die Grenze zwischen Kenia und Tansania am Kilimanjaro geöffnet würde. Man könnte dann zu Fuß von Kenia aus den höchsten Berg Afrikas besteigen. Mehr als ein Gerücht war das aber nicht. In normalen Zeiten hätte ich das schnell vergessen, aber ich war frustriert über den Golfkrieg – und angriffslustig; ich wollte nicht zusehen, wie unser Geschäft weiter litt. Also ergriff ich den Strohhalm.
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