Benedikt Böhm im Kino und im Buch | BERGSTEIGER Magazin

Benedikt Böhm im Kino und im Buch

Dokumentarfilm über die Manaslu-Speedbesteigung und das Lawinenunglück hat am 14. Mai Weltpremiere in München
 
Die Ereignisse rund um Benedikt Böhms Speedbegehung des Manaslu und den 23. September 2012, als eine gewaltige Lawine an diesem Achttausender 40 Menschen unter sich begrub, kommen nun auch ins Kino. Die abendfüllende Dokumentation über jene »5 Tage im September« feiert im Rahmen des Internationalen Dokumentarfilmfestivals am 14. Mai um 20.30 Uhr Weltpremiere im Rio 1 Kino München.

Stolz verkündete das der Münchner Extrem-Skibergsteiger, als er am Dienstagabend, 6. Mai, in der Münchner Salewaworld sein Buch vorstellte. Er und sein Team hatten sich gerade auf die Speedbegehung des Manaslu vorbereitet, als die Lawine in den frühen Morgenstunden abgegangen war. Sie hatten die Zelte etwas abseits des offiziellen Camps aufgestellt, wurden dadurch verschont und konnten Hilfe leisten.

Fünf Tage nach dem Unglück schaffte es Böhm binnen 24 Stunden, den Gipfel des Manaslu vom Basecamp aus zu erreichen und auf Skiern wieder zurückzukehren. Gut 150 geladene Gäste waren in das neue Geschäft im Tal 21 gekommen, um Böhms Erzählungen zu lauschen. Gelesen wurde nicht an diesem Abend, denn »lesen und schreiben ist etwas, das nicht zu meinen Talenten gehört«, gestand der 37-Jährige in seinem Vortrag.

Dafür ist ihm das Buch »Im Angesicht des Manaslu«, erschienen Mitte April im Malik Verlag, allerdings sehr gut gelungen – was Böhm seiner Schwester und Co-Autorin Christiane Böhm zuschreibt. Ausgehend von der Lawinenkatastrophe am Manaslu schreibt der Skibergsteiger in Rückblenden von den Schlüsselmomenten seiner bergsteigerischen Karriere und lässt Wegbegleiter, Freunde und Verwandte zu Wort kommen.

Ein sehr ehrliches Buch, das einen Einblick in die Psyche des Extremsportlers gewährt und durch seinen durchdachten Aufbau die Spannung bis zuletzt hält. »Im Angesicht des Manaslu« ist erschienen im Malik Verlag und kostet 19,99 Euro.
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