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13.11.2017

Kammerlander bricht Manaslu-Expedition ab

Höhenbergsteiger Hans Kammerlander wird die Achttausender-Liste wohl nicht mehr voll machen. Wegen unglaublicher Schneemassen mussten er und Stephan Keck ihre Expedtion auf den Manaslu (8163 m) am Sonntag, 12.November 2017, abbrechen.
 
 
 
Schneemassen am Manaslu; Foto: Stephan Keck
»Es ist einfach viel zu riskant, die Schnemassen sind überwältigend«, begründet Hans Kammerlander das Ende der Manaslu-Besteigung. Auf dem Weg zu Hochlager zwei seien er und sein Partner Stephan Keck teils bis zu den Schultern im Schnee versunken, wie es auf Kammerlanders Webseite heißt. In einem Tag hätten sie lediglich die Strecke einer regulären Stunde Anstieg zurückgelegt. Kammerlander und Keck seien sich einig gewesen, dass das Risiko untragbar sei. 
 
Für den 61-Jährigen hat sich das Thema Manaslu damit erledigt. Er plant keine weiteren Versuche. »Ich hatte eine schöne, sehr gute Zeit hier an diesem Berg. Das war es allemal wert. Ich habe meinen Frieden gemacht.» Denn im Grunde sei es ihm gar nicht so sehr um den Gipfel gegangen – »Das wäre allenfalls ein Höhepunkt gewesen« –, sondern mehr um die Aufarbeitung seiner Geschichte. Vor 26 Jahren hatte Kammerlander bei seinem ersten Versuch, den 8163 Meter hohen Berg zu besteigen, seine beiden Freunde Friedl Mutschlechner und Karl Großrubatscher verloren.
 
Kammerlander und Keck wurden von einem Filmteam begleitet, das Aunfahmen für den Film »Manaslu – Berg der Seelen« machte, der Kammerlanders Bergsteigerleben erzählen soll.