Japanischer Bergsteiger stirbt bei Versuch, unbestiegenen Gipfel zu erreichen | BERGSTEIGER Magazin
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Japanischer Bergsteiger stirbt bei Versuch, unbestiegenen Gipfel zu erreichen

Tragödie in den unberührten Bergen Pakistans: Der erfahrene japanische Bergsteiger Shinji Tamura verliert sein Leben bei dem Versuch, einen unbenannten Gipfel zu erklimmen. Ein weiterer Bergsteiger wird verletzt, und die Suche nach Tamuras Leiche wird eingestellt.
 
Shinji Tamura Facebook © Facebook/Shinji Tamura
Auf 5380 Metern kam es zu einem tödlichen Absturz.
Am vergangenen Freitag kam der japanische Bergsteiger Shinji Tamura bei dem Versuch ums Leben, einen noch nie bestiegenen Berg in Pakistan zu erklimmen. In einer Höhe von 5380 Metern rutschte er aus und stürzte ab. Ein weiterer Japaner, der über ein Seil mit Tamura verbunden war, stürzte ebenfalls und wurde verletzt.

Expedition ins Unbekannte: Das Andaq-Tal

Die Bergsteiger befanden sich auf einer Expedition, die von einem lokalen Reiseveranstalter im Andaq-Tal im Norden Pakistans organisiert worden war. Der unbestiegene und unbenannte Gipfel zieht ehrgeizige Extremsportler an, da die Berge üblicherweise nach ihren Erstbesteigern benannt werden.

Habseligkeiten gefunden, aber von Leiche keine Spur

Die Suche nach Tamuras Leiche wurde am Montag abgebrochen. Örtliche Behörden haben Tamuras Tod bereits bestätigt, doch von seiner Leiche fehlt jede Spur. Einige seiner Habseligkeiten wurden gefunden, so Karrar Haidri vom pakistanischen Alpenverein.

Shinji Tamura: Ein Leben für die Berge

Shinji Tamura zog 1989 in die Schweiz und gründete die Reiseagentur Active Mountain. Er arbeitete als Hochgebirgsführer und organisierte selbst Expeditionen, darunter viermal auf den Mount Everest und auf den K2.

Pakistan: Ein Magnet für Bergsteiger

Jedes Jahr besuchen Hunderte Bergsteiger den Norden Pakistans, wo sich einige der weltweit höchsten Berge befinden. Die Region ist bekannt für ihre Schönheit, aber auch für ihre Gefahren. Erst kürzlich wurde der Tod eines pakistanischen Trägers in der Nähe des Gipfels des K2 untersucht, des tückischsten Berges der Welt.

 
dpa, 20min