Hochstaufen: Wander-App führt Urlauber in die Irre | BERGSTEIGER Magazin
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Hochstaufen: Wander-App führt Urlauber in die Irre

Wander-Apps sind praktisch, aber nicht immer zuverlässig. Ein aktueller Fall am Hochstaufen zeigt, wie schnell man in eine gefährliche Situation geraten kann.
 
Hochstaufen © Martin Erdniss
Ein 24-jähriger Urlauber aus Hessen wurde am Hochstaufen in eine prekäre Lage gebracht, als er den Anweisungen seiner Wander-App folgte. Die App leitete ihn auf den steilen und gefährlichen Goldtropfsteig, wo er in etwa 1.300 Metern Höhe stecken blieb. Er konnte nicht mehr weiter und rief die Bergwacht zu Hilfe.

Rettungseinsatz am Hochstaufen

13 Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger sowie die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ waren im Einsatz. Der Wanderer wurde schließlich sicher ins Tal gebracht.

Die Risiken von Wander-Apps

Dieser Fall ist kein Einzelfall. Es gibt immer mehr Berichte über Wanderer, die durch fehlerhafte Apps in gefährliche Situationen geraten. Die Bergwacht warnt davor, sich blind auf digitale Helfer zu verlassen. Erst kürzlich kam es zu einem tödlichen Absturz in den Berchtesgadener Alpen durch das Vertrauen in eine scheinbar fehlerhafte App.

Wander-Apps sind nützliche Tools, aber sie sollten nicht die einzige Informationsquelle sein. Es ist wichtig, immer auch eine physische Karte dabei zu haben und im Zweifelsfall umzukehren.
 

 

Bergwacht Bad Reichenhall
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