Kaufberatung: Zelt
Tipps zu Kauf, Umgang und Pflege von Zelten
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Kaufberatung und Tipps für Zelte
Kaufberatung und Tipps für Zelte
Mehr Platz bei weniger Gewicht und doch guter Windstabilität: Das ist der Standard für heutige Bergzelte vom ultraleichten Kleinzelt bis zum wärmenden Expeditionszelt. Aber nicht nur Gewicht und Stauraum, auch das Packmaß entscheidet darüber, wie gut sich ein Zelt für Trekking und Mehrtagestouren eignet. Dabei sollte ein geräumiges Zelt mindestes 120 cm breit, 205 cm lang und 100 cm hoch sein, sowie zwei Eingänge mit großen Apsiden besitzen.
Wasserdicht: Je nach Silikonisierung und Neigungswinkel hinterlässt der Regen Perlen auf dem Überzelt. Aber selbst wenn sich kleine Pfützen auf dem Dach bilden, kommt kein Wasser durch.
Die verschiedenen Zeltkonstruktionen
- TUNNELZELTE sind wenig windanfällig und werden bei Zeltaufb au im Regen nicht nass, sind aber relativ niedrig sowie auf Platz für Abspannungen angewiesen. Der Vorteil: Sie lassen sich ohne Innenzelt aufbauen, bieten damit mehr Platz und weniger Gewicht. Allerdings hat ohne Zeltboden auch das Ungeziefer leichtes Spiel. Das Zelt sollte längs zur Windrichtung aufgebaut werden, mit Eingang und Apsis auf der höheren, windabgewandten Seite.
- KUPPELZELTE bieten viel Raum und brauchen keinen Platz für Abspannungen. Sie sind komfortabler und flexibler als Tunnelzelte, werden aber bei Aufbau im Regen nass. Kuppelzelte werden mit den Eingängen quer zur Windrichtung aufgebaut. Sie bieten in ihren Apsiden viel Stauraum. Der Komplettaufbau funktioniert langsamer als bei Tunnelzelten.
- HYBRIDZELTE kombinieren die geringe Windangriffsfläche der Tunnelzelte mit dem selbststehenden Aufb au der Kuppelzelte. Sie haben einen windabgewandten Eingang, bieten nach oben hin weniger Raum, sind aber sehr leicht. Sie besitzen dreibeinige Skelettgestänge, die am Fußende zusätzlich aufgespannt werden.
Das ist noch wichtig:
Geerdet: Der Boden entscheidet darüber, welche Heringe man am besten verwendet: der kleine mit Auszug-Schlinge ist ungeeignet für weichen Boden, der einfache Alustift verdreht sich gern mal beim Einschlagen.Wasserdicht: Je nach Silikonisierung und Neigungswinkel hinterlässt der Regen Perlen auf dem Überzelt. Aber selbst wenn sich kleine Pfützen auf dem Dach bilden, kommt kein Wasser durch.
Luftig: Variable Überzelt-Lüftungen lassen sich durch einen Stab öffnen und per Klett verschließen. Darunter befindet sich immer ein luftiges Moskitonetz.
In der BERGSTEIGER Ausgabe 09/2015 haben wir 12 aktuelle Zweimann-Zelte getestet!
Tipp: So ist der Wohnkomfort garantiert
- Vor dem ersten Einsatz das Zelt testweise zuhause aufbauen und nachzählen, ob die Zahl der Heringe reicht
- Den Zelteingang in Windrichtung anlegen, bei seitlichen Eingängen parallel zur Windrichtung
- Polyamid dehnt sich bei Nässe, weshalb man bei Regen die Abspannleinen nachziehen sollte.
- Vor Regentouren die Überzelt-Nähte mit Seam Sealer abdichten. Bei Verschweißung mit Textilband (PU) ist das nicht nötig.
Die richtige Pflege für's Zelt
Für viele Zelte sind passende Bodenplanen gegen Verschmutzung oder Beschädigung erhältlich. Zelt und Gestänge sollten mit lauwarmem Wasser ohne Zusätze gereinigt werden (ein Muss bei Silikonbeschichtung), Reißverschlüsse mit Zahnbürste und Feinmechanik-Öl. Chemische Ausdünstungen, Insektenschutz und UV-Strahlen schädigen den Zeltstoff, weshalb das Zelt am besten im Schatten aufgestellt oder tagsüber abgebaut werden sollte, was auf Trekkingtour ohnehin gegeben ist. Werden die Zelte längere Zeit nicht gebraucht, sollte man sie unbedingt trocken verpacken und am besten kühl lagern.In der BERGSTEIGER Ausgabe 09/2015 haben wir 12 aktuelle Zweimann-Zelte getestet!
Christian Schneeweiß
Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 09/2015. Jetzt abonnieren!
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