BERGSTEIGER Testbericht: Trekkingsandalen

12 Trekking-Sandalen im Test

Guter Halt ist wichtig, keine Frage. Manchmal ist etwas Luft am Fuß aber einfach unglaublich wohltuend. Dann können Trekkingsandalen große Dienste erweisen. Neben wassertauglichen Modellen gibt es auch immer mehr Sandalen, die sich fürs Berggehen eignen. 12 Trekkingsandalen haben wir für Sie getestet.
(Aus BERGSTEIGER 06/2015)
 
12 Trekkingsandalen im Test © Anna-Mari West - fotolia.com
12 Trekkingsandalen im Test
Trekkingsandalen sind optimal für Wanderungen im Sommer oder warme Regionen, da der Fuß gut gekühlt wird. Der Halt ist meist sehr gut, und Wasser fließt sofort ab. Die klassischen Modelle bieten allerdings kaum Seitenhalt. Ihr für Wandern, Trekking und Wasserwaten ausgelegtes Profil ist wenig bergtauglich. Hybridsandalen bieten eine gleichmäßige und feste Umschließung des Fußes mit deutlich besserem Querungshalt und verrutschen bei guter Schnürung kaum im Abstieg. Zudem haben sie keinen Sohlenüberstand, bieten Schutz gegen Stöße v. a. an den Zehen und haben meist ein ausgeprägtes, kantiges Profil.

BERGSTEIGER-Tipps zu Trekkingsandalen

• Freizeit-Sandalen mit schwachem Profil sind nicht für abschüssiges Gelände geeignet. Hybridsandalen und klassische Modelle fürs Bergwandern dagegen stabilisieren den Fuß, schützen die Zehen und besitzen ein kantiges Profil.
• Ein Problem der Hybridsandalen ist, dass kleine Steine zwar hereinkommen, aber anders als bei klassischen Sandalen kaum wieder herausfallen.
• Fürs Waten in Bächen reichen wasserresistente Sandalen, zum Canyoning sind wasserfeste Hybridsandalen erforderlich.
• Den ganzen Fuß umfassende Hybridsandalen lassen sich meist durch Umknicken des Fersenteils nach vorn in einen Pantoffel verwandeln.
 

Trekkingsandalen-Test: Resümee

Klassische luftige Trekkingsandalen mit Rist-, Fersen- und Zehenriemen waren für leichte Wanderungen und Freizeit konzipiert. Seit einigen Jahren gibt es immer mehr wasserfeste Modelle mit gummiartigem Fußbett, wo der Fuß auch beim Abstieg kaum verrutscht. Sie sind aber teils weniger komfortabel als die klassischen Modelle mit glattem (Leder-)Fußbett. Je fester der Fußhalt und je griffiger das Profil, desto eher lassen sich Trekkingsandalen auch auf Bergwegen und im leichten Gelände einsetzen. Die Konsequenz sind Hybridsandalen: Diese sind je nach Sichtweise Sandalen mit Schaft und Schutzkappe für die Zehen oder durchbrochene Schuhe. Hier gibt es inzwischen richtig bergtaugliche Modelle mit griffigem Profil und gutem Seitenhalt. Sie haben auch wegen ihres vergleichsweise leichten Gewichts am ehesten Zukunft im Gebirge. Zudem lassen sie sich auch in Übergangszeiten nutzen, da sie etwas wärmen.

12 Trekkingsandalen im Test:

COLUMBIA Ventero
JACK WOLFSKIN Coastal Pass
KAMIK Capemay
KEEN Arroyo II
LIZARD Super Hike
LOWA Bahia
LOWA Urbano
MAMMUT Lugano 14 Low
MERRELL Allout Blaze Sieve
SALOMON Instinct Sandals
SOURCE Gobi
THE NORTH FACE Hedgehog
Christian Schneeweiß
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