Rucksack richtig imprägnieren: So wird dein Outdoor-Rucksack wetterfest!

Rucksack richtig imprägnieren: So wird dein Outdoor-Rucksack wetterfest!

Outdoor-Rucksäcke sind stets ein zuverlässiger Begleiter. Gerade deshalb haben sie es verdient, dass sie auch gut gepflegt werden. Hier erklären wir, wie ein Rucksack richtig imprägniert wird.
 
 
Wanderer im Regen © Adobe Stock/kichigin19
Vor allem nach Touren im Regen kann die Imprägnierung schnell nachlassen
 
  • Eine Imprägnierung schützt Outdoor-Rucksäcke vor Nässe, Staub und Schmutz und sollte regelmäßig durchgeführt werden
  • Wie oft ein Rucksack imprägniert werden sollte, hängt von der Art und Intensität seiner Nutzung ab
  • Ist eine Imprägnierung notwendig, kann sie z.B. mittels Spray durchgeführt werden

Ein Outdoor-Rucksack muss im Laufe seines Lebens so einiges mitmachen. Als treuer Begleiter ist er bei vielen Touren mit dabei – vorausgesetzt er wird auch richtig gepflegt.
 
Dazu zählt sowohl die regelmäßige Reinigung des Rucksacks, aber auch immer wieder einmal eine Erneuerung der Imprägnierung.

Lesen Sie hier, worauf Sie beim Waschen des Rucksackes achten müssen.
 

Wie oft sollte ein Outdoor-Rucksack imprägniert werden?

Die Imprägnierung macht den Rucksack zu einem gewissen Maß wasserabweisend. Sie verhindert, dass sich der Rucksack auf regnerischen Touren mit Wasser vollsaugt und so schwerer wird. Zudem schützt sie den Rucksack gut vor Staub und Schmutz und den Packinhalts bei leichteren Schauern vor Nässe. Dafür sollte sie aber immer wieder erneuert werden.
 
Der beste Zeitpunkt, um einen Rucksack zu imprägnieren, hängt vor allem davon ab, wie oft und wie intensiv er zwischen den jeweiligen Imprägnier-Vorgängen genutzt wird. Die meisten Outdoor-Rucksäcke verfügen bereits beim Kauf über eine gewisse Grundimprägnierung. Diese lässt jedoch mit der Zeit nach.
 
Sowohl der Regen als auch die UV-Strahlung der Sonne kann auf Tour die Imprägnierung aufweichen. Wird der Rucksack gründlich gewaschen, ist der Imprägnierschutz zumeist ebenfalls weg.
 
Die Lebensdauer einer Imprägnierung lässt sich verlängern, wenn bei Regen immer auch die Regenhülle verwendet wird, mit denen fast alle Rucksäcke ausgestattet sind. An sonnigen Tagen kann es nicht schaden, den Rucksack am Gipfel oder bei der Hütteneinkehr in den Schatten zu stellen.
 
 

So testen Sie, ob Ihr Outdoor-Rucksack noch dicht ist

Ob der Rucksack noch über eine gute Imprägnierung verfügt, lässt sich ganz einfach testen. Treufeln Sie kleine Mengen Wasser auf das Obermaterial des Rucksacks. Perlt das Wasser davon ab, ist die IMprägnierung noch aufrecht. Dringt das Wasser aber in den Rucksack ein, muss er neu imprägniert werden.


Perlt das Wasser vom Obermaterial ab, ist die Imprägnierung noch aufrecht. Foto: Adobe Stock/Grafvision

Rucksack imprägnieren - diese Arten gibt es

Am Markt gibt es viele Mittel, die sich zum Imprägnieren von Rucksäcken eignen. Die häufigsten Vertreter sind
  • Imprägniersprays mit Treibgas und Pumpsprays
  • Wash-Ins, die beim Reinigen dem Waschwasser beigemengt werden
  • Schaum-Imprägnierungen
 

Wie funktioniert die Imprägnierung?

Vor der eigenen Imprägnierung sollten noch einige Schritte zur Vorbereitung getätigt werden. Einerseits ist es ratsam, den Rucksack zu reinigen und auf etwaige Beschädigungen zu überprüfen. Anschließend sollte auch ein Blick auf die Bedienungsanleitung des Imprägniermittels geworfen werden. Hier finden sich meistens Informationen, wie das Mittel am besten aufgetragen wird und für welche Gegenstände es geeignet wird.
 
Sind diese Schritte erledigt, geht’s ans eigentliche Imprägnieren. Vor allem bei Sprays, aber auch bei anderen Mitteln ist es ratsam, hierfür ins Freie zu gehen. Der Rucksack sollte für den Imprägniervorgang ausgestopft werden – so entstehen keine Falten und alle Stellen lassen sich gut behandeln.
 
Zunächst wird die Imprägnierung – je nach zuvor herausgefundener Anwendungsmethode - am besten gleichmäßig am Rucksack aufgetragen. Keine Imprägnierung sollte an all jenen Stellen vorgenommen werden, die direkten Kontakt zur Haut haben (z.B. Schulterträger oder Hüftflossen), da dies unangenehme Hautreizungen verursachen könnte.
 
Manche Imprägniermittel benötigen anschließend eine gewisse Einwirkzeit, andere müssen trocknen. Hier lohnt sich abermals ein Blick auf die Bedienungsanleitung.
 
Ist der Rucksack getrocknet, sollte die Imprägnierung mit dem zuvor beschriebenen Test überprüft werden. Sind die gewünschten Resultate noch nicht erzielt gilt es, das Prozedere noch einmal zu wiederholen.  
 
Ist die Imprägnierung erfolgreich, steht einer tollen Tour auch an regnerischen Tagen nichts mehr im Wege. 
 
Markus Röck
 
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