Der »Anti-Everest« | BERGSTEIGER Magazin
Filmtipp: »Meru«

Der »Anti-Everest«

Ein Film über die Bezwingung eines Berges, der so gar nichts mit den üblichen Dokumentationen über Expeditionen und Alpinisten gemein hat. Sowohl aus alpinistischer Sicht, als auch cineastisch ist ein absolut sehenswerter Film entstanden.
 
»Meru« ist mehr als ein Film über eine Kletter-Expedition © merufilm.com
»Meru« ist mehr als ein Film über eine Kletter-Expedition
Im Glauben der Hindus stellt der Meru das Zentrum des Universums dar. Der Mittelgipfel, die "Shark's Fin" ist 6.310 Meter hoch und gilt als eine der schwersten Routen der Welt. Ohne Sherpas, die die Fixseile legen, ohne Unterstützung aus einem Base Camp und ohne großes öffentliches Interesse, ist der Meru der »Anti-Mount Everest«.

Im Jahr 2008 haben die drei amerikanischen Alpinisten Jimmy Chin, Conrad Anker, und Renan Ozturk einen ersten Versuch an der Haifischflosse gewagt. Nur 200 Meter unterhalb des Gipfels mussten sie aufgeben, nachdem sie 20 Tage unter extremen Bedingungen in der Wand verbracht hatten. Obwohl Chin sich damals geschworen hatte, nie mehr einen Fuß an den Berg zu setzen, kehrte er zusammen mit Anker und Ozturk drei Jahre später an die beinahe konturlose Wand zurück.

Die Dokumentation über die erfolgreiche Besteigung der Shark's Fin wurde im Januar 2015 beim Sundance Film Festival Award erstausgestrahlt und gewann dort den Audience Award.

Trailer zum Dokumentarfilm Meru

Viktoria Hingerl
 
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