Wandern in Bayern: 6 einfache Touren zum Krafttanken | BERGSTEIGER Magazin

Wandern in Bayern: 6 einfache Touren zum Krafttanken

Nach einem langen Winter ist es an der Zeit, die Energiereserven wieder aufzufüllen. Wir stellen 6 einfache Wanderungen vor, bei denen das bestens gelingt!
 
Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte © Chiemsee-Alpenland-Tourismus
Wandern an der Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte


1. Von Jachenau zum Glasbachfall

Kleine Erfrischung gefällig? Bei einer Wandertour, die in der Jachenau ihren Ausgangspunkt nimmt, gibt es Abkühlung zuhauf. Entlang der rauschenden Großen Laine führt der Weg durch schattige Wälder, über Almwiesen und mehrmals auch auf kleinen Holzbrücken über den Bach. Wo sich der Weg lichtet, bietet sich ein traumhafter Ausblick auf die umliegende Bergwelt.

An der Laindlalm gibt es zudem Millionen von Jahren alte "Kuhtrittmuscheln" zu bestaunen. Das Highlight der Tour ist aber sicherlich der gewaltige Glasbach-Wasserfall, an dem donnernd das Wasser in die Tiefe stürzt.

Schwierigkeit: Einfach
Dauer: 3 Stunden
Höhendifferenz: 160 Hm
Distanz: 9 km
Charakter: Einfache Wanderung über Wald- und Wiesenwege. Mit vielen Überraschungen entlang des Weges ist sie auch für Familien ideal.
Ausgangs- und Endpunkt: Schützenhaus Jachenau (790 m)
Route: Jachenau – entlang der Großen Laine – Laindl-Alm – Wasserfall - retour

Glasbachfall
Der Glastbachfall ist das Highlight dieser Wanderung. Foto: Adobe Stock/Strippenzieher
 

2. Auf dem Schlierseer Höhenweg

Der Schlierseer Höhenweg ist ein aussichtsreicher Panoramaweg in den Bayerischen Voralpen. Er führt von Schliersee über die Burgruine Hohenwaldeck nach Fischhausen zum Südufer des Sees.  Von dort geht es entlang des Schliersee-Westufers zurück nach Schliersee. Wer kürzer unterwegs sein will, sollte den Rückweg über das Ostufer wählen.
 
Schwierigkeit: Einfach
Dauer: 3:30 Stunden
Höhendifferenz: 350 Hm
Distanz: 12 km
Charakter: Einfache Wanderung, teils auf kleineren Bergpfaden, teils auf breiteren Wegen
Ausgangs-/Endpunkt: Bahnhof Schliersee
Route: Bahnhof – Richtung Ostufer – beim Strandbad Schliersee führt die Route weg vom See nach Unterleiten – Panoramaweg – Ruine Hohenwaldeck – Fischhausen – Rixneralm – am Westufer entlang – Vitalwelt – Bahnhof

Schliersee
Der Schliersee im Frühling. Foto: Florian Liebenstein/Alpenregion Tegernsee-Schliersee


3. Rundwanderung am Irschenberg

Hört man vom Irschenberg, so meist in Verbindung mit der Autobahn. Dabei gibt es an der bekannten Erhebung im Landkreis Miesbach auch eine herrliche Wanderrunde, die mit vielen Postkartenmotiven beeindruckt. Dazu kommt ein kleiner Bach, den wir überqueren sowie zwei sehenswerte Wallfahrtskirchen.
  
Schwierigkeit: Einfach
Dauer: 3 Stunden
Höhendifferenz: 250 Hm
Distanz: 11 km
Charakter: Die Runde verläuft teils auf geteerten, ruhigen Nebenstraßen, teils auf naturbelassenen Pfaden. Die Beschilderung ist etwas dürftig, eine Karte mitzunehmen, schadet also nicht.
Ausgangs-/Endpunkt: Kirche in Irschenberg
Route: Kirche – Schlachtharn – Brücke über den Dettendorfer Bach – Eulenthal – Wiese Oberlengendorf – Oberlohe – Dettendorfer Bach – Wilpartinger Kirchlein – Aussichtspavillon - Kirche

Irschenberg
Wer den Irschenberg erwandert, erlebt ein gewaltiges Alpenpanorama. Foto: Florian Liebenstein/Alpenregion Tegernsee-Schliersee
 

4. Durch die Gießenbachklamm zum Hechtsee

Bei dieser Wanderung geht es zwar nicht hoch hinaus, aber es gibt trotzdem viel zu erleben: ein reißender Gebirgsbach, das größte Wasserrad Bayerns, eine ruhige Almgegend sowie ein schöner Gebirgssee. Toll für Kinder: die vielen Seitenarme des Gießenbachs sind prädestiniert zum Staudammbauen.
  
Schwierigkeit: Einfach
Dauer: 3:30 Stunden
Höhendifferenz: 200 Hm
Distanz: 11 km
Charakter: Einfache Wanderrunde, die teils auf Waldwegen und teils auf einer – wenig befahrenen – Autostraße verläuft
Ausgangs-/Endpunkt: Bahnhof Kiefersfelden
Route: Bahnhof – Ortszentrum Kiefersfelden – vor der Brücke links in den Egelseeweg – Wanderweg  - bei der Abzweigung zum Hechtsee rechts ab – über die Brücke – Richtung Wachtl – beim Sägewerk Bleiersarg rechts in den Weg zur Gießenbachklamm – Gasthaus Schopperalm – retour bis zur Brücke über den Kieferbach Nähe Hechtsee – Hechtsee-Ostufer bis zum Strandbad – via König-Otto-Weg, Hechtseeweg und Bahnhofstraße zurück zum Bahnhof
Giesenbachklamm
Erfrischungen gibt es an der Gießenbachklamm zuhauf. Foto: Kaiser-Reich Information Kiefersfelden
 

5. Wandern auf der Eggstätter-Hemhofer Seenplatte

Für die Berge, die im Hintergrund immer mal wieder auftauchen, dürfte man bei dieser Tour eher wenig übrig haben. Dafür ist einfach zu viel geboten: das größte und älteste Naturschutzgebiet im Landkreis Rosenheim punktet mit 17 Seen, Mooren, Seerosenfelder und einer beeindruckenden Vegetation.
  
Schwierigkeit: Einfach
Dauer: 2:30 Stunden
Höhendifferenz: 30 Hm
Distanz: 8 km
Charakter: Einfache Runde auf gut befestigten Landwirtschafts- und Waldwegen
Ausgangs-/Endpunkt: Parkplatz beim Schloss Hartmannsberg
Route: Parkplatz – Wanderweg 11B – rechts am Kesselsee entlang – links Richtung Krautsee – vor dem Krautsee rechts ab zum Hartsee – links herum um den Hartsee – retour

Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte
Die Seenplatte ist das das größte und älteste Naturschutzgebiet im Landkreis Rosenheim. Foto: Chiemsee-Alpenland-Tourismus
 

6. Schöne Aussichten im Chiemgauer Drei-Seen-Gebiet

Drei Seen und ein famoser Aussichtspunkt in gut drei Stunden – diese Tour hat wahrlich viel zu bieten. Das für diese Gegend charakteristische Pfeifengras verleiht der Wanderung einen besonderen Charakter. Mit etwas Glück kann man sogar eine Ringelnatter oder ein Birkühner beobachten.
 
Schwierigkeit: Einfach
Dauer: 3:30 Stunden
Höhendifferenz: 150 Hm
Distanz: 14 km
Charakter: Zunächst auf Kies-Radwegen, später auf einem Wanderweg in Ufernähe. Der Weg führt vorbei an schönen Badestellen.
Ausgangs-/Endpunkt: Parkplatz etwas nördlich des Parkplatzes Seegatterl
Route: Parkplatz – entlang des Chiemsau Radwegs – Dürrfeldkreuz (tolle Aussicht!) – auf halber Höhe des Weitsees links ab auf den Wanderweg rund um Mittersee und Lödensee – retour 

Weitsee
Ein schöner Morgen am Weitsee. Foto: Stockklauser
 
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