Mit dem Hund in den Bergen: darauf sollten Sie achten!

Mit dem Hund in den Bergen: Darauf sollten Sie achten!

Wer mit dem Hund in den Bergen unterwegs ist, muss unbedingt bestimmte Regeln beachten. Gute Vorbereitung ist hier ebenso wichtig wie das richtige Verhalten unterwegs.
 
Hund mit Wanderer © Adobe Stock/Daniel Reitz
Wichtige Wandertipps für Hund und Herrchen!
 
  • Achten Sie bei der Wahl der Tour darauf, den Hund nicht zu überfordern
  • Berücksichtigen Sie beim Packen des Rucksacks die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners
  • Machen Sie auf Ihrer Tour regelmäßige Pausen
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Hund ausreichend trinkt
  • Lassen Sie Ihren Hund nicht mit vollem Magen wandern
  • Nehmen Sie Ihren Hund bei der Begegnung mit Wild- und Weidetieren an die Leine!
Wenn Sie im Tal gerne mit Ihrem Vierbeiner unterwegs sind, ist es vollkommen verständlich, dass Sie auch beim Wandern und Bergsteigen nicht auf ihn verzichten möchten. Sind Sie mit Ihrem Hund in den Bergen unterwegs, gibt es aber mehrere Dinge, die Sie beachten sollten.
 

Auf die Vorbereitung kommt es an

Damit die Bergtour zu einer gelungenen Wanderung für Hund und Herrchen wird, ist die richtige Tourenvorbereitung unerlässlich. Die beginnt bereits bei der Routenwahl. Nicht nur sollte die Tour Ihrem Können angepasst sein – es ist ebenso wichtig, dass Ihr Hund die Tour gut bewältigen kann.

Erkundigen Sie sich unbedingt bereits vor der Tour über den Schwierigkeitsgrad und über die Beschaffenheit des Geländes. Während zum Beispiel einfache Kraxel-Passagen für geübte Bergwanderer kein Problem darstellen sollten, können vor allem Hunde mit kurzen Beinen hier schon Schwierigkeiten haben.

Auch die Ausdauer eines Hundes unterscheidet sich je nach Größe und Alter des Tieres. Die Tour sollte den Hund auf keinen Fall überanstrengen. Was der Hund schafft und was nicht, können Sie selbst am besten einschätzen. Gerade zu Beginn empfiehlt es sich, leichte Wanderungen mit moderaten Steigungen zu wählen und Dauer und Schwierigkeit nach und nach zu steigern.

Manchmal kann es sein, dass auf Wanderwegen das Mitführen von Hunden explizit verboten ist. Auch darüber sollten Sie sich bereits im Voraus gut informieren. Ein guter Ansprechpartner ist hierfür in der Regel der örtliche Tourismusverband.

Wandern mit Hund
Die Tour sollte der Ausdauer des Hundes angepasst werden. Foto: Adobe Stock/duncanandison

Was im Rucksack mit muss

Ist eine geeignete Tour ausgewählt, sollte auch der Rucksack entsprechend gepackt werden. Neben dem klassischen Inventar für den Menschen, wie Regenschutz, Proviant und ausreichend zu trinken gibt es einiges an Zubehör für Ihren vierbeinigen Begleiter, das im Rucksack ebenfalls nicht fehlen darf.
 Für den Hund gehört in den Rucksack:
  • Halsband oder Geschirr
  • Leine (lang für Wanderungen und kurz für Hütten)
  • Ausreichend Wasser
  • Kleine Snacks
  • Schälchen oder Napf
  • Notfallapotheke (Desinfektionsmittel, Zeckenzange, Heil- und Wundsalbe, Pinzette, Pflaster, Verbandsmaterial)
  • Pfotenschuh für größere Verletzungen der Hundepfote
  • Beutel für Hinterlassenschaften des Hundes
  • Adressplakette mit Kontaktdaten, falls der Hund verloren geht
Bei mehrtägigen Touren sollten Sie zusätzlich mitnehmen:
  • Futter für mehrere Tage
  • Decke oder Körbchen
  • Handtuch
 

Das richtige Verhalten auf Tour

Sind die entsprechenden Vorbereitungsschritte getroffen, steht einer tollen Wanderung mit dem Hund nichts mehr im Wege. Doch auch hier gilt es mehrere Dinge beachten.

Ganz allgemein sollten Sie ihren Hund genau beobachten und regelmäßige Pausen einhalten. Als ideale Rastplätze für Ihren Hund eignen sich Bergseen, Gebirgsbäche, Almen oder schattige Plätze unterwegs.

Ein Hund läuft auf Tour ein Vielfaches vom Menschen und hat vor allem bei Wanderungen im Sommer einen erhöhten Wasserbedarf. Geben Sie Ihrem Hund daher immer ausreichend Gelegenheiten, um zu trinken.  

Mit dem Füttern sollten Sie es aber nicht übertreiben. Während ein kleines Leckerli zwischendurch in der Regel vollkommen in Ordnung und sogar angebracht ist, sollte der Hund nie mit vollem Magen unterwegs sein.

Ebenso wie im Tal sollten Sie die Hinterlassenschaften natürlich auch am Berg einsammeln und dann im Tal oder an der Hütte fachgerecht entsorgen.

Hund Bergsee
Ein Bergsee ist eine gute Abkühlung für den Hund. Foto: Adobe Stock/nenetus

Muss der Hund an die Leine?

Ob der Hund angeleint werden muss, hängt oftmals stark von der Wanderung und vom Hund selbst ab. Am Berg leben viele Wild- und Weidetiere, die möglichst ungestört bleiben sollten.

Verfügt Ihr Hund über einen ausgeprägten Jagdtrieb, kann das für den Hund selbst, aber auch für andere Tiere schnell zu gefährlichen Situationen führen. In diesem Fall empfiehlt es sich, ihn vorausschauend an die Leine zu nehmen.

In Nationalparks und Naturschutzgebieten herrscht zudem in der Regel eine strikte Leinenpflicht. Auch manche Gemeinden können eine solche auf ihren Wanderwegen erlassen.

Generell ist es ratsam, sich beim örtlichen Tourismusverband über die geltenden Regelungen zu informieren. In jedem Fall sollten Sie Ihren Hund bei der Durchquerung von Kuhweiden anleinen.

Durch ihre Ähnlichkeit zum Wolf sehen vor allem Mutterkühe in Hunden einen natürlichen Feind. Es kann daher auch vorkommen, dass Weidetiere aggressiv auf Hunde reagieren.

Kuh Hund
Wer mit dem Hund in die Nähe von Weidetiere kommt, sollte besonders vorsichtig sein! Foto: Adobe Stock/Luis

Bei der Begegnung mit Weidetieren ist es daher wichtig, stets einen großen Abstand zu den Tieren zu einzuhalten und die Kuhweide ruhig und ohne Hektik zu durchqueren.

Kommt es dennoch zu einem Angriff, ist es wichtig, den Hund rechtzeitig von der Leine zu lassen. Der Hund ist schnell genug, um vor einer heranrasenden Kuh zu fliehen und kann so auch die Aufmerksamkeit der Kuh vom Wanderer weglenken.