10 Berg-Begriffe, die nur echte Wander-Profis kennen

10 Berg-Begriffe, die nur echte Wander-Profis kennen

Gerade beim Wandern in den Alpen kommen gibt es immer wieder Begriffe, die all jenen, die keinen bayerischen oder österreichischen Dialekt sprechen, nicht immer gleich auf Anhieb verständlich sind. Zehn solcher Begriffe stellen wir Ihnen hier vor. 
 
Berg Wörter Wanderer © Adobe Stock/helivideo
Zehn Berg-Begriffe für echte Wander-Profis!
Was es heißt, wenn der Almbauer beim Schwenden das Galtvieh aus den Lägerfluren vertreibt, haben wir in unserem Alm-Glossar geklärt. Nun werfen wir den Blick auf andere Wörter, die uns auf Wanderungen unterkommen könnten. Wo wächst Kranewitt und wo leben Mankei? Und ist ein Napfatzerl ein gutes Mittel gegen Almrausch? Wir verraten es Ihnen.

Almrausch, der

Kein Zustand, der nach dem erhöhten Konsum von Schnaps auf der Alm eintritt, sondern eine Blume, die in europäischen Gebirgen wächst. Blüht von Mai bis Juni. Ist auch bekannt als „Alpenrose“. Achtung: Sie ist giftig und nicht zum Verzehr geeignet.


Nicht auf den Schnapskonsum auf der Alm zurückzuführen: Der Almrausch. Foto: Adobe Stock/christakramer

Büchi, der

Erhebung in der Landschaft, die kein Flachland, aber auch noch kein Berg ist. Berge, die den Ansprüchen des klassischen Alpenbewohners nicht genügen (z.B. Mittelgebirge) werden ebenfalls gerne so bezeichnet. 
 

gach

Vor allem in Österreich beliebtes Füllwort mit nahezu unendlichen Verwendungsweisen. Auf der Alm wird es beispielsweise zum Anzeigen eines steilen Wiesenstücks verwendet („Die Leitn is gonz sche gach“). Es kann aber auch für eine zornige Person („a Gacher“) oder synonym für die Wörter „schnell“, „eng“, „plötzlich“ und „möglicherweise“ verwendet werden.
 

Hatscher, der

Sehr lange und mühsame Wanderung. Wann eine Wanderung zum Hatscher wird, ist von Person zu Person unterschiedlich und hängt von persönlichen Charaktereigenschaften wie Ausdauer, Durchhaltevermögen und der Anzahl der Almhütten entlang des Weges ab.
 

Kranewitt, der

Kraut, das in Almlagen, aber auch im Tal wächst. Auch unter dem geläufigeren Begriff Wacholder bekannt. Schon in der Volksmedizin als Antiseptikum genutzt. Auf Alm wachsender Kranewitt wurde jüngst als Grundzutat für besonders „hippe“ Berg-Gins entdeckt.
 

Leitn, die

Meist steiler und abschüssiger Berghang, der gerne als Weide von Schafen oder Ziegen genutzt wird. Verfügt dann in der Regel über wenig oder gar keinen Baumbewuchs.
 

Mankei, das

Auch bekannt als Marmota marmota, Munggen oder einfach Murmeltier. Gemeinsam mit dem Steinbock das Wappentier der Alpenidylle. Früher eine gern gegessene Delikatesse, heute zum Glück nicht mehr am Teller, sondern als Bewohner von alpinen Streichelzoos sowie in freier Wildbahn anzutreffen.


Landet heutzutage zum Glück nur noch selten im Kochtopf: Das Murmeltier. Foto: Adobe Stock/manfredbohn
 

Marterl, das

Kleindenkmal zur Erinnerung an einen Toten, der durch ein Unglück oder Gewalt sein Leben verlor. Oftmals auch auf Bergpfaden oder in Almnähe angebracht. Häufige Todesursachen: Lawinen, Steinschlag, Absturz, Wilderei oder das Erwischen eines Wilderers. 
 

Napfatzerl, das

Wohl eine der schönsten Beschäftigungen am Berg. Vergleichbar mit einem Nickerchen oder dem neumodernen „Nap“. Auch ein errungener Gipfelsieg ist ein guter Grund für ein Napfatzerl.
 

Schachen, der

Waldstück oder Waldrest. Wird manchmal auch synonym für einen Bergwald verwendet. In der Schweiz bezeichnet Schachen manchmal auch Landzungen oder Niederungen am Wasser. Ein guter Ort zum Abhalten eines Napfatzerl.
 
 
(mar)