Frühling, Zeit des Wandels: Während Watzmann, Hochkalter und die Gipfel der Reiteralm noch dicke Schneehauben tragen, erwacht die Natur in tieferen Lagen bereits zu neuem Leben! Zuerst schickt sie ihre Frühblüher vor. Sie testen, ob die Sonne schon genügend Kraft hat; erst dann entfaltet sich die Flora – endgültig vom Eise befreit – zu immer größerer, immer bunterer Pracht.
Auch für uns Wanderer ist der Bergfrühling eine Zeit des Erwachens: Endlich die »Winterstarre« loswerden, auf zu neuen Taten! Draußen grünt und blüht es, die Hütten öffnen wieder und alles fühlt sich an wie das pralle Leben. Wer würde in dieser stimmungsvollen Zeit nicht gern im Berchtesgadener Land verweilen, wo acht unterschiedlichste Gebirgsstöcke eine Aura voller Harmonie verströmen.
Berchtesgadener Frühlingstouren
Die Zeit für Watzmann und Co. kommt zwar erst, aber auch im Frühjahr lässt sich hier schon eine Menge unternehmen: Wie wär’s zur Einstimmung mit einem talnahen Panoramaweg wie dem Ramsauer Soleleitungsweg oder einem famosen Aussichtsbuckel à la Kneifelspitze oder Grünstein? Oder doch lieber nach einem Spaziergang zum berühmten Malerwinkel am Königssee den »bayerischen Fjord« von erhöhter Warte bewundern?
Jenner, Feuerpalfen und Archenkanzel sind berühmte Logenplätze dafür. Auch im Wimbach- und Klausbachtal, den beiden mächtigen Furchen im Nationalpark Berchtesgaden, kann man schon früh Bergluft schnuppern. Zum Beispiel – wenn es die Verhältnisse zulassen – bei einem Übergang von der Wimbachgrieshütte nach St. Bartholomä am Königssee? In der Wimbach-, ebenso wie der Almbachklamm, kann man sich am Schmelzwasserrausch begeistern.
Nicht zuletzt können Wanderer die Frühlingssonne auf einer Berghütte, einer urigen Alm oder einfach im Biergarten genießen – bei einer zünftigen Brotzeit, versteht sich. Und das Schönste: Bei all dem bekommen wir einen richtigen Vorgeschmack auf den künftigen Bergsommer, können Pläne schmieden und von großen alpinen Touren träumen, wo gerade noch die Mächte des Winters regieren …