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Sherpa rettet Bergsteiger aus Todeszone des Mount Everest, dieser zeigt sich undankbar

Ein Sherpa rettet einen Bergsteiger vor dem sicheren Tod am Mount Everest, doch der Dank geht an die Sponsoren.
Aktualisiert am
24.06.2025
Auf den Rücken geschnallt trug der Sherpa den Mann aus der Todeszone des Mount Everest

Auf den Rücken geschnallt trug der Sherpa den Mann aus der Todeszone des Mount Everest

Foto von  gelje_sherpa_ (Instagram)

Die Gefahren des Mount Everest

Der Mount Everest, die ultimative Herausforderung für Bergsteiger aus aller Welt, ist bekannt für seine extremen Bedingungen und die Gefahren, die er birgt. Jedes Jahr riskieren Hunderte Menschen ihr Leben, um den Gipfel zu erreichen, und leider verlieren einige dabei ihr Leben. Im Jahr 2023 waren es bislang 17 Menschen, die ihr Leben am Berg gelassen haben.

Eine dramatische Rettungsaktion

Eine dieser fast tragischen Geschichten ist die von Ravichandran Tharumalingam, einem malaysischen Bergsteiger, der beinahe der 18. gewesen wäre. Tharumalingam wurde von Gelje Sherpa, einem Bergführer mit scheinbar unmenschlichem Durchhaltevermögen, gerettet. Gelje fand Tharumalingam in der sogenannten Todeszone des Everest, zitternd vor Kälte und ohne Sauerstoffflaschen, Bergführer oder Sherpa. Während andere Bergsteiger achtlos an Tharumalingam vorbeigingen, entschloss sich Gelje, ihn zu retten.

Die Rettungsaktion war dramatisch. Gelje wickelte Tharumalingam in seine Schlafmatte und band sich den Mann auf den Rücken. Für den Abstieg von 580 Höhenmetern zurück ins Camp 4 des Everest benötigte Gelje sechs Stunden. Ein Video dieser heldenhaften Tat ging um die Welt.

Sherpa rettet Bergsteiger aus der Todeszone des Mount Everest

Die Dankbarkeit geht an die Sponsoren

Doch anstatt sich bei seinem Lebensretter zu bedanken, hat Tharumalingam seit seiner Rückkehr nach Malaysia hauptsächlich die Werbetrommel für seine Sponsoren gerührt. In einem Instagram-Post schrieb er: „Ich lebe heute, weil ich die besten und engagiertesten Partner hatte – die 14. Peaks Expedition Co und Global Rescue“. Von Gelje war in seinen Posts keine Rede.

Die Reaktion der Öffentlichkeit

Diese Haltung hat bei seinen Followern und vielen anderen Usern für Unmut gesorgt. Viele forderten Tharumalingam auf, alle Gewinne dem Sherpa zu spenden, der ihn gerettet hat. Es gab auch Vorwürfe, dass Tharumalingam kritische Kommentare gelöscht und Gelje Sherpa anfangs auf Instagram blockiert hat.

Eine späte Anerkennung

Mittlerweile scheint sich Tharumalingam besonnen zu haben. Er folgt Gelje nun auf Instagram und hat dem Bergführer auch bereits namentlich gedankt. Gelje antwortete kurz und bündig: „Danke, hoffe, du erholst dich gut“.

Die Rolle der Sherpas

Diese Geschichte ist ein starkes Beispiel für die oft übersehene Rolle der Sherpas bei der Besteigung des Mount Everest. Sie sind die wahren Helden des Berges, die oft im Schatten der von Sponsoren unterstützten Bergsteiger stehen.

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