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Millet: 100 Jahre Bergsportgeschichte

Die Bergsportmarke Millet steht für Innovation und Pioniergeist. Dieses Jahr feiert die französische Firma ihr 100-jähriges Jubiläum und blickt auf eine bewegte (Familien-)Geschichte zurück.
Collection Millet © Collection Millet
Ein Werbebild von Millet aus dem Jahr 1983
Es war einmal ein Lebensmittelgeschäft in Lyon fernab der Berge, das Stofftaschen für seine Kunden herstellte – und daraus entstand im Verlauf der nächsten 100 Jahre einer der innovativsten Spezialisten für Alpinausrüstung.

Mit der Idee, Proviantbeutel für ihren Laden zu fertigen, legten Marc und Hermance Millet im Jahr 1921 den Grundstein für eine beachtenswerte Firmengeschichte, begleitet von Staralpinisten, ruhmreichen Expeditionen und technischen Neuerungen.

Ihre Söhne René und Raymond übernahmen 1945 in der französischen Alpenstadt Annecy die Geschäfte und konzipierten in Zusammenarbeit mit dem französischen Alpinisten Louis Lachenal die ersten robusten Bergsteigerrucksäcke.

Lachenal kletterte 1950 mit seinem Millet-Rucksack auf den Gipfel der Annapurna – ihm gelang damit die allererste Besteigung eines Achttausenders. Schon in den 1950er und 1960er-Jahren waren große Alpinisten wie etwa Walter Bonatti regelmäßige Besucher in den Millet-Werkstätten.

Raimond und Rene Millet
Raymond und René Millet. Foto: Collection Millet
 

Die Marke der Pioniere

Bald waren nicht mehr nur "Bergsteiger-Rucksäcke", sondern auch Sporttaschen, Ski- und Kletterrucksäcke sowie Klettergurte im Angebot. Der Familienbetrieb fertigte kleine Stückzahlen auf Bestellung, bis der Wirtschaftsboom der 1960er-Jahre einsetzte.

Zu dieser Zeit begann mit der Entwicklung neuartiger Materialien eine neue Ära: vom schweren Leinen hin zum leichten, wasserabweisenden Nylon. Der rote Rucksack "Sherpa 50" mit der dreieckigen Flagge und abnehmbaren Taschen erlangte Symbolcharakter und begleitete Reinhold Messner 1978 sogar bei seinem Aufstieg zum Mount Everest – die erste Besteigung ohne zusätzlichen Sauerstoff.

Messner Millet
Reinhold Messner bestieg mit seiner Millet-Ausrüstung 1978 den Everest. Foto: Collection Millet

Ende der 1970er-Jahre begann Millet mit der Produktion von Bekleidung und entwickelte den ersten Parka mit Gore-Tex-Material. Nach einer turbulenten Phase in den 1990er-Jahren mit der Firmenübernahme durch Lafuma konsolidierte sich Millet und blieb familienorientiert:

René Millet war bis zu seinem Tod im Jahr 2007 an der Produktentwicklung beteiligt. Auch Françoise, Enkelin der Firmengründerin, arbeitete bis 2013 für die Marke. Im selben Jahr erwarb der Schweizer Konzern Calida die Millet Mountain Group. Und zum 100-jährigen Jubiläum kehrt 2021 auch die Millet-Familie zurück: Romain Millet, ein Urenkel der Gründer, übernimmt die Geschäftsführung.
 

Ausrüstung für Bergprofis und Hobbysportler

Heute ist Millet weit mehr als ein Spezialist für alpine Rucksäcke und bedient die ganze Bandbreite an Ausstattung für Bergsteiger, Kletterer, Skifahrer und Skitourengeher. Die meisten der weltweit 640 Mitarbeiter sind regelmäßig im Gebirge unterwegs. Ein Testteam überprüft Materialien und Funktion direkt im Gelände.

In Zusammenarbeit mit starken internationalen Partnern – wie etwa den Bergführervereinigungen im französischen Chamonix, im schweizerischen Grindelwald, im italienischen Cervinia und im japanischen Hakuba – wird die Ausrüstung kontinuierlich verbessert. Zudem tragen zahlreiche bekannte Alpinisten mit ihrem Know-how zur Weiterentwicklung der Produkte bei.

Ein Highlight ist die Trilogy-Serie mit hochfunktionaler, technischer Bekleidung und leichten Rucksäcken für härteste Bedingungen im Hochgebirge. Der Name lehnt an die "Alpentrilogie" des französischen Alpinisten Christophe Profit an, der im Winter 1987 drei der anspruchsvollsten Nordwände der Alpen – Grandes Jorasses, Eiger und Matterhorn – in weniger als 42 Stunden durchstieg.

Christophe Profit
Die Kletterleistung von Millet-Athlet Christophe Profit war namensgebend für die Trilogy-Serie. Foto: Collection Millet

Seine Leistung war der Beginn des modernen Speed-Bergsteigens. Neuestes Produkt der Serie ist der extraleichte und hochstrapazierfähige Trilogy 15+ Rucksack. "Rise up" lautet die universelle Botschaft, die nicht nur Elite-Bergsteiger, sondern auch Hobbysportler und Anfänger dazu motivieren soll, über sich hinauszuwachsen.

Dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle: Millet beteiligt sich etwa an der Säuberung des Mer de Glace (Mont Blanc), an Aufräumexpeditionen in den Basislagern der Achttausender im Himalaya und an einer Aktion zum Einsammeln und Recyceln von Kletterseilen. So treibt Millet nach 100 Jahren immer noch maßgeblich die Produktentwicklung im Bergsportbereich voran.

Millet Trilogy 15+
Neuestes Produkt in der Trilogy.Serie: der extraleichte Trilogy 15+. Foto: Collection Millet
 

Firmenchronik

1921: Gründung als Hersteller für Proviantsäcke in Lyon

1928: Umzug nach Annecy

1945: René und Raymond Millet übernehmen die elterliche Firma

1950: Louis Lachenal steht mit einem Rucksack von Millet als erster Mensch auf einem Achttausender (Annapurna)

1964: Patent auf innovative Schulterträger für Rucksäcke (Riemen aus Nylon, mit Schaumstoff gefüttert und nahtlos verarbeitet)

1975: Eröffnung von Werkstätten in Frontenex (Frankreich)

1977: Aufnahme der Produktion von Bergsportbekleidung

1995: Übernahme durch den französischen Lafuma-Konzern

1996: Fusion mit Mac (Funktionsunterwäsche)

2010: Millet wird offizieller Partner der legendären Bergführervereinigungen Chamonix, Cervinia und Grindelwald.

2013: Übernahme durch die Calida Gruppe und Reorganisation als Mountain Group zusammen mit den Marken Eider und Lafuma

2021: Romain Millet, Urenkel der Firmengründer, übernimmt die Geschäftsführung.