Tod am Berg: Daran sterben die meisten Bergsteiger

Tod am Berg: Daran sterben die meisten Wanderer und Bergsteiger

Immer wieder verunglücken Wanderer und Bergsteiger in den Alpen auch tödlich. Auch, wenn der Tod am Berg viele verschiedene Gründe haben kann, gibt es drei Ursachen, die besonders häufig auftreten.
 
Wanderer stürzt © Adobe Stock/Jamrooferpix
Durch die richtige Vorbereitung kann das Unfallrisiko am Berg reduziert werden.
Ebenso, wie beim Wandern und beim Bergsteigen Glücksmomente auftreten können, gehören leider auch immer wieder Unfälle am Berg dazu.
 
In den schlimmsten Fällen können solche Unfälle tödlich enden. So sind laut Alpinunfallstatistik des österreichischem Kuratoriums für Alpine Sicherheit im Jahr 2019 insgesamt 304 Personen in Österreichs Bergen ums Leben gekommen.
 
In den bayerischen Bergen sterben laut Aufzeichnungen der Bergwacht Bayern in der Regel zwischen 80 und 100 Menschen jährlich. Die Ursachen, am Berg zu Schaden zu kommen, sind zahlreich. Bei tödlichen Bergunfällen gibt es drei Ursachen, die besonders häufig auftreten.
 

Unfallursache 1: Stürze, Stolpern und Ausgleiten

Der Sturz bzw. das Stolpern und Ausgleiten am Wanderweg zählt zu den häufigsten Todesursachen am Berg. Es reicht nur ein Moment der Unachtsamkeit – sei es durch fehlende Konzentration, eine Ablenkung oder einfach die Ermüdung nach einer langen Tour – und schon kann es zum Sturz kommen. Dabei muss das Gelände nicht einmal ausgesetzt oder steil sein. Sehr oft passieren diese Unfälle auch beim Abstieg, auf Altschneefeldern oder in leichtem Gelände. Es gilt daher, die Tour stets dem eigenen Können anzupassen.
 

Unfallursache 2: Herz-Kreislaufversagen

Der plötzliche Herztod am Berg ist die häufigste Todesursache, der keine zuvor erlittene Verletzung zugrunde liegt. Rund ein Drittel aller Bergtoten stirbt an einem Herz-Kreislaufversagen. Das Risiko ist vor allem bei Personen mit mangelnder Fitness oder bereits bekannten Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, einem hohen Cholesterinspiegel oder bei Diabetes erhöht. Zudem steigt es mit zunehmendem Alter. Zur Vorbeugung ist es ratsam, den Körper durch regelmäßigen Sport langsam an die Belastung am Berg zu gewöhnen. 
 

Unfallursache 3: Absturz

Im Gegensatz zum Sturz ereignet sich ein Absturz in der Regel im Steilgelände bei anspruchsvollen Berg- oder Klettertouren. Das kann sich sowohl auf ausgesetzten Passagen entlang des Weges, aber auch abseits der Wege ereignen, wenn die Orientierung fehlt. Das Abkommen vom Weg kann oftmals schon durch eine entsprechende Tourenplanung verhindert werden. Bei ausgesetzten Passagen am Weg gilt es, die Situation richtig einzuschätzen und stets konzentriert bei der Sache zu bleiben.
 
Obwohl Bergunfälle oftmals plötzlich und ohne Vorankündigung auftreten, können viele gefährliche – und im schlimmsten Fall tödliche – Situationen auch vermieden werden. Durch die richtige Tourenplanung, eine der jeweiligen Tätigkeit angepasste Ausrüstung und eine gute Einschätzung des eigenen Könnens können Fehler am Berg vermieden und so das Unfallrisiko deutlich gesenkt werden. 
 

Quellen:  
(mar)
 
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