5 Lügen, die wir immer beim Wandern hören

5 Lügen, die wir immer beim Wandern hören

Bestimmte Sprüche gehören bei einer Wanderung einfach dazu - auch, wenn es sich schlichtweg um Lügen handelt. Diese fünf Berglügen hören wir besonders häufig.
 
Wanderer am Berg © Adobe Stock/Novak
Von der Abkürzung bis zur Wettervorhersage - fünf Lügen, die wir alle kennen!

Es gibt Sätze, die einfach bei jeder Bergtour irgendwann fallen. Oft sind sie gut gemeint und dienen der Steigerung von Motivation und Durchhaltevermögen auf Tour. Doch mindestens ebenso oft handelt es sich auch einfach um Lügen, die manchmal sogar gefährlich werden können. Wir haben fünf der häufigsten Berg-Lügen zusammengefasst.
 

1. „Nur noch eine Kurve“

„Nur noch eine Kurve“ oder das bayerisch-österreichische Pendant „Oa Kurvn no“ ist bei Wander- und Bergtouren schon so oft gefallen, dass der Satz heute kaum ohne eine gewisse Ironie dahinter über die Lippen geht.
 
Ursprünglich sollte der Satz die anderen Mitglieder der Gruppe vor allem bei langen und anstrengenden Touren zum Weitergehen animieren. Dass das Ziel aber tatsächlich hinter dieser einen Kurve auftaucht, ist in etwa so wahrscheinlich wie ein Yeti in den bayerischen Voralpen.
 
Eine ähnlich zutreffende Variation dieses Satzes ist der Spruch „das war jetzt das letzte steile Stück“. Wer’s glaubt ...
 

2. „Gleich kommt die Sonne durch“

Wer kennt es nicht. Der Aufstieg war lange und anstrengend. Endlich ist der Gipfel in Sicht. Die letzten Meter bis zum Kreuz sind im Flug überwunden. Doch dann das: Nebel, soweit das Auge reicht.
 
Keine grandiose Aussicht ins Tal und aus dem schönen Gipfelfoto für Instagram wird wohl auch nichts - wahre Glückmomente sehen anders aus. Für die Hobbymeteorologen in der Wandergruppe ist es spätestens jetzt an der Zeit, die anderen mit dieser Parole zum Durchhalten am Gipfel zu ermutigen.
 
Wann es aber wirklich besser wird - das weiß niemand so recht. Und es soll auch schon Fälle gegeben haben, in denen es dunkel wurde, bevor noch einmal die Sonne aufgetaucht ist.
 

3. „Heute regnet es bestimmt nicht“

„Heute regnet es bestimmt nicht“ ist ebenfalls eine gängige und häufig genutzte Prognose von Hobbymeteorologen.
 
Teils aus purem Optimismus geäußert, oder einfach nur, weil die Regenjacke im Rucksack fehlt – wer diesen Satz hört, kann sich fast sicher sein, dass es demnächst in Strömen regnen wird.
 
Eine entsprechende Vorbereitung mit Blick auf den Wetterbericht ist daher auf den Bergen Pflicht und die Regenjacke sollte sowieso nie im Rucksack fehlen.
 

4. „Ich schnarche nicht“

Diese Berglüge gibt es bei Hüttentouren ebenso oft zu hören wie beim Wandern mit Zelt. Wenn mehrere Personen in einem Raum schlafen, ist die Wahrscheinlichkeit nämlich groß, dass sich auch mehrere Schnarcher darunter befinden.
 
Das Problem an dieser Sache: Die betroffenen Personen wissen selbst meist gar nichts davon. Andere müssen indes hellwach zusehen – oder viel mehr zuhören, - wie sich das Matratzenlager in ein Sägewerk verwandelt.

Als ideales Mittel gegen schlaflose Nächte – und auch, damit am Frühstückstisch keine bösen Blicke ausgetauscht werden müssen – haben sich Oropax erwiesen. Die sind am besten immer mit dabei.
 

5. „Ich kenne eine Abkürzung“

Es ist ein eintöniger Auf- oder Abstieg. Ewig geht es auf einer Forststraße dahin. Keine Aussicht, kein Ziel ist in Sicht. Das ist der Moment, in dem die „Abkürzer“ auf den Plan treten. Einfach hier rechts abzweigen, das spart Zeit – so lautet ihre Devise. Leider stimmt das nur selten und ratsam ist es ebenfalls nicht.
 
Nicht nur können durch das Wandern abseits der Wege Schäden an Grasnarbe oder an Wurzeln entstehen – oftmals führen die Abkürzungen in unwegsames oder gar gefährliches Gelände und auch die Orientierung ist hier schwierig.
 
Der Weg, der eigentlich Zeit sparen hätte sollen, entwickelt sich dadurch schnell zum unnötigen Umweg. Deshalb lohnt es sich, auf dem Weg zu bleiben. Stress oder Zeitdruck ist beim Wandern sowieso unangebracht und eigentlich haben auch Forstwege haben ihre Reize.


Egal, ob eine Abkürzung genommen wird oder nicht - der Berg ist auch eine Sache des Charakters. Diese drei Charaktereigenschaften sind beim Wandern und Bergsteigen besonders wichtig.
 
(mar)
 
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