Gehtechnik beim Wandern: 5 Tipps zum richtigen Bergabgehen

Gehtechnik beim Wandern: 5 Tipps zum richtigen Bergabgehen

Die wichtige Gehtechnik ist bei Wanderungen besonders wichtig. Insbesondere beim Abstieg gibt es einige Dinge zu beachten, um wieder sicher ins Tal zu gelangen. 5 nützliche Tipps zum richtigen Bergabwandern verraten wir hier.
 
Richtige Gehtechnik beim Bergabwandern © Adobe Stock/ARochau
Gehtechnik beim Bergab-Wandern: Mit diesen Tipps kommst du sicher und gelenkschonend ins Tal!
Erfahrene Wanderer wissen: Der Aufstieg ist bei Bergtouren nur die halbe Miete. Ebenso wichtig ist es, wieder gesund und vor allem unfallfrei ins Tal zu kommen. Zwei Drittel aller Unfälle beim Bergwandern passieren nämlich im Abstieg. Zu den häufigsten Unfallursachen zählen hier nicht nur Erschöpfung oder mangelnde Konzentration – auch die falsche Gehtechnik kann zu brenzligen Situationen beim Abstieg führen.

Damit gar nicht erst dazu kommt, sollte man beim Bergabgehen ein paar Dinge beachten. So verringert man nicht nur das Absturzrisiko – auch die Knie- und Sprunggelenke werden dadurch geschont. Wir verraten 5 Tipps, damit der Abstieg bei jeder Wanderung gelingt.
 

1. Schuhe richtig schnüren

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Wandern in den Bergen ist geeignetes Schuhwerk mit griffigen Sohlen und gutem Profil. Ist der Gipfel erreicht, sollte man die Wanderschuhe vor dem Abstieg noch einmal nachschnüren. Dafür drückt man die Ferse am besten nach hinten an den Schuhrand und schnürt die Schuhe anschließend fest. So verhindert man, dass man beim Bergabgehen nach vorne rutscht und mit den Zehen anstößt.
 

2. Körperschwerpunkt nach vorne bringen

Viele Wanderer neigen beim Abstieg aus Furcht dazu, sich nach hinten zu lehnen. Das ist allerdings nicht ratsam, da die Gefahr, dass man ausrutscht, hoch ist. Besser ist es, wenn Wanderer beim Abstieg ihren Körperschwerpunkt nach vorne verlagern und sich leicht in Richtung Tal lehnen. So verteilt sich das Gewicht auf die Schuhsohlen, die dadurch besser Halt im Gelände finden.
 

3. Kleine Schritte

Beim Abstieg ist es immer besser, anstatt weniger großer Schritte mehrere kleinere Schritte zu machen. Das reduziert die Belastung des Knies und die Schritte können präziser gesetzt werden. Sprünge und übergroße Schritte sollte man tunlichst vermeiden, um den Verschleiß der Gelenke und die Verletzungsgefahr zu senken. Weiters sollte man nicht zu schnell absteigen, sondern in aller Ruhe, kontrolliert und mit fließenden Bewegungen. Besonders bei steilen Passagen sind Serpentinen besser als steile Abkürzungen.  
 
 

4. Richtig auftreten

Wichtig ist, dass der Fuß beim Bergabgehen richtig aufgesetzt wird. So sollte man mit dem Fuß so oft es geht möglichst flach auftreten und leicht in die Knie gehen. Hilfreich können hier natürliche Stufen im Gelände oder große, festsitzende Steine sein. Idealerweise – besonders im einfachen Gelände – berührt man den Boden zuerst mit den Fußballen und rollt den Fuß anschließend ab. Im Geröll und bei steilen Wegpassagen sollte man die Füße zuerst mit den Fersen aufsetzen.
 

5. Stöcke verwenden

Zum Bergabwandern ist der Einsatz von Stöcken ideal. Sie dämpfen die Stöße ab, nehmen enorm viel Last vom Knie und sorgen so für einen gelenk- und knieschonenden Abstieg. Der Stock ist richtig eingestellt, wenn Oberarm und Unterarm beim Umfassen des Stocks auf ebener Fläche einen rechten Winkel bilden. Für den Abstieg sollte man sie immer länger einstellen, als für den Aufstieg. Damit die Trittsicherheit nicht verloren geht, sollte man von Zeit zu Zeit immer wieder einmal auf Stöcke verzichten und sich stattdessen auf eine schonende Gehtechnik konzentrieren.