So findest du die perfekte Isolationsjacke

So findest du die perfekte Isolationsjacke

Isolationsjacken schützen bei Wander-, Berg- und Wintertouren ideal vor Kälte und sind klein verpackt am besten immer im Rucksack mit dabei. Was eine gute Isolationsjacke ausmacht und worauf es dabei ankommt, verraten wir hier.
 
 
Frau in Isolationsjacke © Adobe Stock/Daniel Jedzura
Darauf kommt es bei Isolationsjacken an.
Frösteln ist immer unangenehm. Egal ob beim frühen Aufbruch zur Bergtour, bei der Gipfelrast oder abends vor der Hütte. Überall dort sind leichte Isolationsjacken der perfekte Ausrüstungsgegenstand - nicht nur in der kalten Jahreszeit! Doch was sind Isolationsjacken überhaupt und worauf kommt es an? Wir haben die Antwort.
 

Isolationsjacken: Das Wichtigste im Überblick

  • Isolationsjacken werden oft als Mittelschicht verwendet und halten den Körper warm
  • Je nach Einsatzbereich werden verschiedene Anforderungen an Isolationsjacken gestellt
  • Materialien wie Daune, Kunstfaser oder Wolle halten die Wärme am Körper
  • Bei allen Materialien gibt es Vor- und Nachteile
  • Klimakomfort, Bewegungsfreiheit, Gewicht und Ausstattung sind bei Isolationsjacken entscheidend
 

Was ist eine Isolationsjacke?

Eine Isolationsjacke dient bei Wander-, Berg- oder Wintertouren häufig als Mittelschicht und hält den Körper warm. Das geschieht mittels isolierender Materialien, wie Daune, Kunstfaser oder Wolle, mit denen die Jacke gefüttert ist. Die Isolationsmaterialien bilden Lufteinschlüsse, die die Wärme effektiv am Körper halten. Zusätzlich zu ihrer Wärmeleistung überzeugen Isolationsjacken meist auch durch ihr leichtes Gewicht und das geringe Packmaß.

Viele Jacken-Hersteller bieten Isolationsjacken an. Gängige Isolationsjacken sind etwa
   

Was macht eine gute Isolationsjacke aus?

Je nach Einsatzbereich und Anspruch der Tour gibt es unterschiedliche Anforderungen denen Isolationsjacken gerecht werden müssen. Grundsätzlich sollten Isolationsjacken aber vor allem
  • Gut isolieren und einen hohen Klimakomfort bieten
  • Eine hohe Bewegungsfreiheit ermöglichen
  • Ein geringes Gewicht besitzen und sich klein packen lassen
  • Über eine dem Einsatzzweck entsprechende Ausstattung verfügen
 
Isolationsjacken sind in der Regel nicht wasser- oder winddicht. Das ist auch nicht ihre primäre Funktion. Im Sinne des Zwiebelprinzips wird bei Wind oder Regen meist noch eine Wind- und wasserabweisende Hardshell-Jacke über der Isolationsjacke getragen. Bei trockenen Bedingungen können Isolationsjacken aber auch als Außenschicht getragen werden.
 
Manche Isolationsjacken verfügen über eine DWR-Imprägnierung. Das macht die Jacken zwar nicht vollständig wasserundurchlässig. Kurzen Regen- oder Schneeschauern hält eine mit DWR behandelte Isolationsjacke aber sehr gut stand. So zum Beispiel die DWR-imprägnierte Isolationsjacke Cirrus von Rab*.
 

Das Material von Isolationsjacken: Daune, Kunstfaser oder Wolle?

Ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl von Isolationsjacken ist das Material ihrer Isolation. Hier haben sich insbesondere Daunen- und Kunstfaserisolationen, aber auch Isolationen mit Wolle bewährt.
 

Daunen

Enten- oder Gänsedaunen als Isolationsmaterial vereinen geringes Gewicht, ein gutes Packmaß und bestmögliche Wärmeleistungen. Wenn es also richtig kalt wird, sind Daunenjacken klar im Vorteil. Zudem sind Daunenjacken meist auch langlebiger als Isolationsjacken mit anderer Füllung.
 
Ein Nachteil von Daunenjacken ist das Thema Feuchtigkeit. Bei anstrengenden Aktivitäten oder bei feuchtem Wetter kann die Isolationsleistung von Daunenjacken stark nachlassen. Wasserabweisende Daunenjacken, wie die Lightline von Mountain Equipment* gleichen diesen Nachteil aus. Da für Daunenisolationen oft nur hochwertige Daunen in Frage kommen, ist auch der Preis von Daunenjacken in der Regel höher als bei vergleichbaren Produkten mit Kunstfaserfüllung.
 
Nicht außer Acht zu lassen ist bei Daunen das Thema Tierwohl. Die Herkunft der Daune sollte daher stets kritisch hinterfragt werden. Inzwischen gibt es viele Initiativen und Labels, die sich dafür einsetzen, dass die Daunenprodukte aus ethisch vertretbarer Herstellung stammen. Daneben wird auch zunehmend mit recycelter Daune gearbeitet.

Daune
Daunen zählen zu den am häufigsten verwendeten Isolationsmaterialien. Foto: Adobe Stock/Yoshihito Kagami
 

Kunstfaser

Isolationsjacken mit Kunstfaserfüllungen, wie Primaloft, sind heute eine beliebte Alternative zu Daunenjacken. Kunstfaserfüllungen werden laufend weiterentwickelt und sind die erste Wahl für alle, die gänzlich auf tierische Produkte verzichten wollen. Ein Beispiel für eine Isolationsjacke mit Primaloft-Füllung ist die Radical Down Hooded Jacke von Dynafit*.
 
Zwar sind Kunstfaserjacken meist schwerer und können nicht so klein gepackt werden wie Daunenjacken. Die Wärmeleistung ist bei Kunstfaserjacken aktuell ebenfalls noch nicht so gut wie andere Füllungen.
 
Dafür können Kunstfaserfüllungen den Körper auch in feuchtem Zustand noch zuverlässig wärmen und sind daher ideal, wenn es auf der Tour nass und kalt zugleich ist oder ein anstrengender Anstieg bevorsteht. Preislich sind Kunstfaserjacken in den meisten Fällen günstiger als Daunen- oder Wolljacken. Ein Nachteil ist allerdings, dass sie nicht so langlebig sind.
 

Wolle

Wolle ist ein natürliches Isolationsmaterial, das in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen hat. Wer auf Daunen verzichten möchte, aber dennoch eine natürliche Isolation sucht, ist damit gut beraten. Zu den Pionieren im Bereich der Wollisolationen zählt Ortovox mit seiner Swisswool-Linie. Ein aktuelles Modell aus der Linie ist die Isolationsjacke Piz Boé mit Swisswool-Füllung*.
 
Wolle ist relativ unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und kann ebenso wie Kunstfaser auch an nassen Tagen noch zuverlässig wärmen. Darüber hinaus ist Wolle geruchsneutral.
 
Beim Packmaß und beim Gewicht kann Wolle ebenfalls mit Kunstfaser und teilweise auch mit Daune mithalten. Lediglich bei der Wärmeleistung haben Daunenjacken auch weiterhin die Nase vorne.
 
Manche Hersteller bieten auch Hybridkonstruktionen aus Daunen- und Kunstfaserfüllungen an, bei denen versucht wird, die besten Eigenschaften der jeweiligen Materialien zu vereinen. So zum Beispiel Mammut mit der Eigerjoch Insulation Hooded Jacket*.

Eine Herde Bergschafe
Die Wolle von Bergschafen wird heute ebenfalls oft für Isolationsjacken verarbeitet. Foto: Adobe Stock/christophstoeckl
 

Worauf es bei der Ausstattung von Isolationsjacken ankommt

Neben der Füllung ist bei Isolationsjacke auch die Ausstattung wichtig. Je nach Einsatz sollte auf mehrere Ausstattungsmerkmale, wie Kapuze, Taschen, Abschluss und Reißverschlüsse geachtet werden.
 
Die Kapuze ist bei Isolationsjacken optional, da es sowohl Modelle mit Kapuze als auch ohne gibt. Wird die Isolationsjacke als äußerste Schicht getragen, ist eine Kapuze sehr nützlich, da sie Wind und Kälte besser standhält als etwa eine Mütze. Sie sollte dabei nicht zu weit geschnitten sein, um einen Wärmeverlust des Körpers zu verhindern. Wird die Isolationsjacke als Mittelschicht verwendet, kann eine Kapuze als störend empfunden werden. Zudem sind Modelle mit Kapuzen meist auch schwerer.
 
Die Taschen von Isolationsjacken sollten in ausreichender Zahl vorhanden sein. Im Idealfall sind sie so positioniert, dass sie auch beim Tragen eines Klettergurts oder Rucksacks gut erreichbar sind. In Seitentaschen sollte man seine Hände wärmen können. Dafür sind sie meist ebenfalls gefüttert und gut isoliert. Eine zusätzliche Innentasche ist hilfreich zum Verstauen von kleinen Ausrüstungsgegenständen.
 
Der Abschluss von Isolationsjacken – sowohl an den Ärmeln als auch am Bund  – sollte gut anliegen, gegen äußere Einflüsse abdichten und im besten Fall weitenverstellbar sein. Auch Kragen bzw. Kapuze sollten nicht zu weit geschnitten sein. Nur so kommt die Isolation voll zur Geltung.
 
Bei Reißverschlüssen haben sich gut gehende Zweiwege-Reißverschlüsse etabliert. Idealerweise sollten sie sich auch mit Handschuhen gut und einfach bedienen lassen.
 
 
Es gibt also verschiedene Dinge, auf die man bei Isolationsjacken achten sollte. Wer allerdings seine Anforderungen an die Jacke genau kennt und weiß, in welchen Einsatzbereichen man sie verwenden möchte, findet mit Sicherheit das ideale Modell für sich.


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(mar)
 
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