Herbsttouren - Wank

Wanderung auf den Wank im Spätherbst

Einen schneelosen Spätherbst voraus gesetzt, sind November und erste Dezemberhälfte die vielleicht besten Monate, um auf den sonst so überlaufenen Wank über Garmisch-Partenkirchen zu steigen. Denn die Seilbahn ist zu dieser Zeit in Revision. Die Gipfelbrotzeit muss man sich im Spätherbst allerdings selber mitnehmen.
Von Michael Pröttel
 
Blick zum Wettersteingebirge vom Wank © Michael Pröttel
Blick zum Wettersteingebirge vom Wank
Die Tour auf den Wank im Estergebirge ist eine technisch unschwere Wanderung, die aufgrund der fast 1100 Höhenmeter eine durchschnittlich gute Kondition erfordert. Zur Belohnung gibt’s am Gipfel einzigartige Ausblicke.

Die Wank-Wanderung im Detail

  • Schwierigkeit: leicht
  • Dauer: 5 Std.
  • Höhendifferenz: 1070Hm
  • Ausrüstung: normale Bergwanderausrüstung
  • Talort: Garmisch-Partenkirchen (708 m)
  • Ausgangspunkt: Partenkirchen, Schalmeiweg (von der Hauptstraße über Schnitzschul-, Sonnenberg- und Faukenstraße)
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Stündlich mit der Bahn von München nach Garmisch-Partenkirchen
  • Gehzeiten: Partenkirchen – Gamshütte 45 Min., Gamshütte – Wank 2 Std., Wank – Partenkirchen 2¼ Std.
  • Beste Jahreszeit: Je nach Schneelage bis Mitte Dezember möglich
  • Karte: Alpenvereinskarte 1:25 000, BY 9 »Estergebirge, Herzogstand, Wank«
  • Führer: M. Pröttel »Wanderungen mit dem Bayernticket in Oberbayern «, J. Berg Verlag
  • Fremdenverkehrsamt: Tourist Informaition Garmisch-Partenkirchen, Tel. 0 88 21/18 07 00, tourist-info@gapa.de
  • Hütten: Gamshütte, Montag Ruhetag; Wank-Gipfelhaus, bis 5. November und ab Ende Dezember geöffnet, www.wank-haus.de

Der Routenverlauf:

Wank KarteMan folgt dem »Schalmeiweg« nach Osten und gelangt somit in die gleichnamige Schlucht. Man wandert auf einem breiten Schotterweg weiter, überquert einen Seitenbach und wendet sich dann nach links. Nun geht es auf einem schmalen Fußweg (teilweise Stufen) steiler durch den Wald empor. Man stößt auf eine Gabelung und hält sich hier rechts, um zunächst weiter steil, dann in einer flacheren Querung die Gamshütte zu erreichen.

Vor dieser wendet man sich nach links, durchquert ein letztes Waldstück und gelangt, nachdem man sich an einer weiteren Gabelung links gehalten hat (Beschilderung »Eckenhütte«) auf eine große Wiese, wo man die unbewirtschaftete Eckenhütte rechts liegen lässt. Man stößt auf einen breiten Fußweg und folgt diesem nach rechts (Beschilderung »Wank, Wankbahn Mittelstation«). In vielen Serpentinen führt der Anstieg im lichten Kiefernwald bergan. An der nächsten Gabelung hält man sich rechts (Beschilderung »Wank«).

Weiter ohne geringste Orientierungsprobleme geht es in vielen Kehren in zumeist angenehmer Steigung empor. Nachdem die Kiefern von Latschen abgelöst wurden, gelangt man in freies Wiesengelände. Vor der Seilbahnbergstation hält man sich links und steigt somit direkt zum Wank-Gipfelhaus hinauf, wo ein einzigartiges Panorama u.a. hinunter zum Garmischer Talkessel mit dem dahinter aufragenden Wettersteingebirge und hinüber zu den im Osten thronenden Karwendel-Ketten aufwartet.

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Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 12/2012. Jetzt abonnieren!
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