Herbsttouren - Scheinbergspitze

Herbstwanderung auf die Scheinbergspitze

Wenn selbst im Dezember keine Schneeflocke zu entdecken ist, müssen Skitourenliebhaber nicht den Kopf hängen lassen – und besteigen einfach den überaus beliebten Skitourenklassiker Scheinbergspitze auf einer vergleichsweise wenig bekannten Route zu Fuß über die Südseite.
Von Michael Pröttel
 
Der Blick vom Gipfel der Scheinbergspitze reicht bis zum Forggensee © Michael Pröttel
Der Blick vom Gipfel der Scheinbergspitze reicht bis zum Forggensee
Die Wanderung auf die Scheinbergspitze ist eine technisch unschwierige Bergtour, die im letzten Drittel aber etwas Trittsicherheit erfordert. Tolle Ausblicke ins vorwinterliche Ammertal und die gegenüber aufragende Kreuzspitze warten am Gipfel.

Die Herbstwanderung im Detail:

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dauer: 4½ Std.
  • Höhendifferenz: 850 Hm
  • Wausrüstung: normale Wanderausrüstung, evtl. Teleskopstöcke
  • Talort: Graswang (866 m)
  • Ausgangspunkt: Wanderparkplatz ca. 500 Meter vor der Staatsgrenze (1080 m)
  • Gehzeiten: Parkplatz – Scheinbergspitze 2½ Std., Scheinbergspitze – Parkplatz 2 Std.
  • Beste Jahreszeit: Je nach Schneelage bis Mitte Dezember möglich
  • Karte: Alpenvereinskarte 1:25 000, Blatt BY 6 »Ammergebirge West«
  • Führer: D. Seibert »Rund um die Zugspitze« Bergverlag Rother
  • Fremdenverkehrsamt: Ammergauer Alpen GmbH, Tel. 0 88 22/92 27 40, info@ammergauer-alpen.de
  • Hütten: keine

Die Route auf die Scheinbergspitze:

scheinbergspitze KarteAufstieg: Vom Wanderparkplatz aus überquert man einen Bach und wandert zunächst auf einer Forststraße weiter. Diese verlässt man an der zweiten großen Kehre nach rechts, indem man dem Wegweiser Richtung »Scheinbergspitze« folgt. Ein schmaler Bergweg führt im lichten Bergwald nun recht steil empor, wodurch man schnell an Höhe gewinnt. Nach einer längeren Querung in freierem Gelände geht es noch einmal im Wald über Serpentinen bergan. Langsam lösen Latschen den Fichtenbergwald ab, wodurch sich die ersten tollen Ausblicke aufs Ammertal ergeben.

Der Steig wird nun zunehmend felsiger und an ein, zwei kurzen Stellen muss man vielleicht auch einmal die Hände zu Hilfe nehmen. Hinter einem Latschenaufschwung legt sich das Gelände zurück und man wandert über einen Rücken, von dem man den Gipfel bereits vor sich aufragen sieht. Es geht ein kurzes Stück bergab und zum Schluss über den freien, südseitigen Gipfelhang der Scheinbergspitze zum höchsten Punkt empor. Die großartige Aussicht reicht von der Zugspitze im Südosten bis zum Forggensee im Nordwesten.

Abstieg: Zurück zum Ausgangspunkt geht es auf dem selben Weg.

Weitere sonnige Touren für den Herbst
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren