7 ruhige Wanderungen im Mangfallgebirge | BERGSTEIGER Magazin

7 ruhige Wanderungen im Mangfallgebirge

Wer kennt sie nicht: Berge, die immer überlaufen sind. Bei schönem Wetter wird es schon am Parkplatz eng, und am Gipfel oder in der Hütte erst recht. Im Mangfallgebirge gibt es besonders viele davon. Dabei hat die Gegend auch einige Ziele, die neben einer schönen Tour noch etwas sehr Kostbares bieten: Ruhe.
 
Der Felsgipfel des Leonhardstein © CC BY-SA 4.0/Wasquewhat
Der Felsgipfel des Leonhardstein

1. Ochsenkamp

Verlockend weit
Wer den langen Zustieg zu Fuß nicht bewältigen möchte, dem empfiehlt sich die Tour in Kombination mit dem Mountainbike. Die Fahrt beginnt im Weißachtal und führt zur Schwarzentennalm. Von dort steigt man von Südwesten aus kommend über die Rauhalm auf. Oder man bleibt weiter auf dem Mountainbike und erklimmt den Gipfel über die Nordostseite. Wer sich für Zweiteres entscheidet, sollte keine feine Nase haben: Die Schwefelquelle des Stinkergraben lässt vermuten, woher der Name kommt. Egal, für welche Art des Gipfelsturms man sich entscheidet: Belohnt wird man mit einer Rast am Kreuz, das man meistens ganz für sich alleine hat.
  • Mittelschwere Bike & Hike-Tour 
  • ab Weißachtal 4 Std.
  • 800 Hm 

2. Leonhardstein

Ein Horn aus Fels
Klettererfahrung und Abenteuerlust sollte man für die Besteigung des Leonhardstein mitbringen, dessen Form an ein massives Horn erinnert. Der nicht zu unterschätzende Aufstieg erfolgt über die Nordrinne. Steil und mittlerweile glatt poliert ist der Fels, an dem man dem Gipfel entgegenklettert. Oben warten dann aber als Ausgleich eine schöne Aussicht und der Eintrag ins Gipfelbuch. Wie auch am Ochsenkamp kann man hier oft ein bisschen Einsamkeit genießen.
  • Schwere Wanderung
  • ab Kreuth 3 ½ Std.
  • 615 Hm 

3. Bodenschneid

Beste Brotzeit-Kulisse
Zwischen dem Wallberg und dem Firstalmgebiet liegt ein immer noch ruhiges Bergziel, das jederzeit einen Aufstieg wert ist: die Bodenschneid. Von Westen erfolgt der Aufstieg über einen Waldgürtel und anschließend einen Wiesenhang, von Norden aus dem Kar mit dem Bodenschneidhaus. Oder man startet von Südosten von der Oberen Firstalm aus. Am Gipfel lohnt sich längeres Verweilen alleine schon der Aussicht wegen: Im Norden liegt ruhig und klar der Tegernsee und dient als stimmige Brotzeit-Kulisse.
  • Leichte Wanderung 
  • ab Rottachtal 3 Std.
  • 750 Hm 

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4.  Hochmiesing

Abseits des Trubels
Während man das Gipfelkreuz des Hochmiesing meist für sich hat, kann man beobachten, dass jenes am Nachbarberg Rotwand durchaus geteilt werden muss. Wünscht man auch schon beim Aufstieg angenehme Ruhe, dann empfiehlt sich die Route von Geitau oder den Soinsee. Gut zu wissen: Mit einem Mountainbike kann man die lange Gehzeit auf den Almstraßen verkürzen.
  • Mittelschwere Wanderung 
  • ab Geitau 6 ½ Std.
  • 1100 Hm 

5. Seebergkopf

Täuschender Namensträger
Gut 700 Meter über Bayrischzell thront der Gipfel des Seebergkopf, der seinen Namen so eigentlich nicht verdient hat. Einen See sucht man auf diesem Berg vergeblich, doch lohnt sich ein Aufstieg allemal, wenn man nach dem sucht, was ein bayerischer Voralpenberg zu bieten hat: Wald, Wiesen, Almen, Kühe und ein Gipfelkreuz, das zum gemütlichen Rasten einlädt. Eine mittelschwere Wanderung, die sich bezahlt macht.
  • Mittelschwere Wanderung
  • ab Bayerischzell 4 Std.
  • 725 Hm 

6. Hinteres Sonnwendjoch

Hoch hinaus
Das Hintere Sonnwendjoch kranzt an der 2000er-Marke und ist mit 1986 Metern der höchste Gipfel des Mangfallgebirges. Diese sonnige Tour über die Ackernalm ist perfekt für die Frühlings- und Herbstmonate und für Sonnenhungrige auch im Sommer. Der Aufstieg erfolgt auf Tiroler Seite im Süden, am Gipfel hat man dann auch freien Blick Richtung Norden auf das Panorama des bayerischen Teil des Mangfallgebirges.
  • Leichte Wanderung 
  • ab Ackernalm 3 Std.
  • 650 Hm 

7. Rehleitenkopf

Anstieg mit bergbäuerlicher Einkehr
Nahe der Grenze zu Österreich, zwischen Sudelfeld und Inntal, befindet sich der Rehleitenkopf. Dieser Anstieg zählt zu jenen, die erst am Gipfel mit einer Aussicht aufwarten. Dafür ist er, aus dem Inntal kommend und an der Burg Falkenstein und dem Petersbergl vorbeiführend, durchaus gemütlich. Manch einer mag ihn vorzeitig bei einem der höchstgelegenen bayerischen Bergbauern, dem Hohen Asten, beenden. Wer es doch noch bis zum versteckten Gipfel schafft, darf sich auf eine Aussicht gen Westen inklusive Gipfelkreuz freuen.
  • Einfache Wanderung
  • ab Flintsbach 4 Std.
  • 850 Hm
Katharina Kos
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