Freeriden in den Münchner Hausbergen | BERGSTEIGER Magazin

Freeriden in den Münchner Hausbergen

Genau so vielfältig wie die Definitionen welche Gipfel denn zu den Münchner Hausbergen gehören, sind diese von der bayerischen Landeshauptstadt schnell erreichbaren Ziel selbst. Wir klären die Frage, welche Münchner Hausberge zum Freeriden am besten geeignet sind.
 
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Platz 1
Laber (1686 m)
Echte Freeride-Destinationen sind am Bayerischen Alpenrand eigentlich Mangelware. Doch die bis zu 42° steile Nordflanke des Labers kann es sogar mit den steilsten Varianten-Abfahrten der Alpen aufnehmen! Und verdient daher mit Sicherheit Platz Eins. Nach kräftigen Neuschneenächten lassen eingefleischte Fans unter die Woche ihre Arbeit saußen, um nach der Auffahrt mit der nostalgischen Laber-Bergbahn die erste Spur in die schwindelerregend steilen Waldschneisen zu legen. Und sie tun das solange, bis ihre Oberschenkel nicht mehr können.

  • Daten: anspruchsvolle Freeride-Abfahrt, ca. 1 Std., ab 790 Hm
  • Charakter: Steile Abfahrt durch nodseitige Waldschneisen
  • Ausgangs- und Endpunkt: Laber-Bergbahn (900 m)
  • Route: Bergstation – Laber Nordflanke – Talstation 
Platz 2
Wallberg (1722 m)
Am Wallberg wurde der (Schlepplift-) Skibetrieb vor vor vielen Jahren eingestellt, weswegen sich heute vor allem Freerider den einst präparierten Glaslhang hinab stürzen. Die Tiefschneefans folgen dabei den Spuren des legendären Toni Sailer, der bis heute den offiziellen Streckenrekord der ehemaligen FIS-Strecke hält. Wer Felle dabei hat, sollte vor der Abfahrt unbedingt noch von der Bergstation zum Gipfelkreuz aufsteigen und die großartige Aussicht auf den Tegernsee genießen.
  • Daten: anspruchsvolle Freeride-Abfahrt, ca. 1 Std., ab 790 Hm
  • Charakter: Steile Nordabfahrt über die Waldschneisen einer ehemaligen Piste
  • Ausgangs- und Endpunkt: Talstation Wallbergbahn (780 m)
  • Route: Bergstation – Glaslhang – Talstation 

Platz 3
Predigtstuhl/Hochschlegl (1688 m)
Natürlich ist uns klar, dass die Berge bei Bad Reichenhall nicht mehr zu den Münchener Hausbergen gehören. Doch beim Thema Freeriden am Bayerischen Alpenrand darf der Predigstuhl einfach nicht fehlen! Von der Bergstation der ältesten Seilbahn Deutschland steigt man zunächst in etwa 30 Minuten am Predigtstuhl vorbei zum Hochschlegl Gipfel hinauf, von wo aus man sich ein Stück weiter südöstlich in die Schleglrinne oder Alpgartenrinne stürzt. Vor allem über die Verhältnisse in der teils nur wenige Meter breiten bis 500 Höhenmeter langen Alpgartenrinne muss man sich vorab bei den Liftbetreibern genau informieren.
  • anspruchsvolle Freeride-Tour, 2 Std, auf 180 Hm, ab 1180 Hm
  • Charakter: Steilrinnen-Abfahrt für versierte Frrerider. Bei der Alpgarten Rinne muss man vor einem Abbruch rechtzeitig nach links ausweichen.
  • Ausgangspunkt: Bergstation (1510 m)
  • Endpunkt: Bayrisch Gmain (560 m)
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