Nie mehr schmerzende Füße! | BERGSTEIGER Magazin
Wanderverletzungen vermeiden

Nie mehr schmerzende Füße!

Motorische Fehler, mangelnde Hygiene und Vorerkrankungen können kurze Beschwerden in dauerhafte Erkrankungen verwandeln. Mit gezielten Maßnahmen bleibt das Wandern ein ungetrübtes Vergnügen.
Von Alexander Römer

 
Gesunde Füße sind das A und O beim Bergsteigen © BERGSTEIGER
Gesunde Füße sind das A und O beim Bergsteigen
Das Gefühl kennen die meisten Bergsteiger: Nach einer langen Bergtour in klobigen Bergstiefeln sind die Beine schwer wie Blei, die Füße heiß und plattgelatscht. Noch Tage danach sind Sandalen das einzig erträgliche Schuhwerk, weil sich die Fersen noch von blutgefüllten Marschblasen regenerieren müssen. Das alles sind nur kurzfristig auftretende Beschwerden, nach ein paar Tagen ist der schmerzhafte Spuk vorbei wie nach einem Muskelkater. Es kann aber auch schlimmer kommen.

Dauerschäden an den Füßen

Lange Fußmärsche auf hartem Untergrund, steiles Bergabgehen auf losem Gestein und lange Querungen, die Füße dabei luftdicht verpackt in Skitourenstiefeln, – all das kann über Jahre hinweg zu ernsthaften orthopädischen Beschwerden führen. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn bereits Vorerkrankungen der Gelenke für Schädigungen anfällig machen.

Lastenausgleich

Einer der häufigsten Auslöser für dauerhafte Schädigungen ist das fehlerhafte bzw. unökonomische Tragen der Rucksäcke. Der Rucksack gehört auf die Hüftknochen und darf nicht, wie so häufig noch anzutreffen, an den Schultern »hängen«. Hier drückt das Gewicht von den Schultern über jeden einzelnen Wirbelkörper, über die  runden Bandscheiben auf die untere Extremität. Somit werden die Hüftgelenke, die Kniegelenke und zum Schluss die Fußgelenke übermäßig belastet.

Allein die regelmäßige Gelenkbelastung beim Bergsteigen führt schon zu erhöhtem Verschleiß, der sich durch Vorerkrankungen entsprechend verschärft. In Kombination mit überflüssiger Ausrüstung, die auch noch falsch getragen wird, sind massiver Verschleiß und starke Schmerzen bereits vorprogrammiert.

Schuhkomfort - das richtige Schuhwerk

Auch passendes Schuhwerk gehört – wie bei jedem Sport – mit zu den wichtigsten Faktoren, die Verletzungen vorbeugen und Überlastungsschäden der Gelenke vermindern können. Unangenehme Druckstellen und damit verbundene Marschblasen kommen so erst gar nicht auf. Für Bergsportler mit »schwierigen« Füßen ist ein Spezialist die erste Wahl: Ein Schuhorthopädiemeister gewährleistet nach einer genauen Anamnese mittels Laufband- und Computervermessungen, sowie eines Tastbefundes die optimale Versorgung der Füße durch passende Treter. Er kennt die unterschiedlichen Leisten und Schnitte der verschiedenen Hersteller und hilft bei der richtigen Wahl, ganz gleich, ob es sich dabei um eine Deformation der Füße oder eine banale Druckstelle handelt.

Fußpflege

Bei einem Massenansturm auf den Hüttenwaschraum ist es leicht, sich Bakterien und Keime als unliebsame Mitbringsel »einzufangen«. Abgesehen von der wohl selbstverständlichen Körperpflege ist die nachhaltige Pflege mit handlichen Produkten für unterwegs unerlässlich. Selbst bei hartgesottenen Bergsteigern sollten frische Socken keine  Schande mehr sein.

Ausprobiert: Hallufix®

Hilfe bei schmerzhaftem Hallux Valgus. Die Hallufix®-Schiene ermöglicht dem Wanderer und Bergsteiger weitgehend schmerzfreies Gehen bei leichter Großzehenfehlstellung. Dank einer genialen wie einfachen Gelenkkonstruktion kann die Hallufix®-Schiene nach einer Eingewöhnungszeit Tag und Nacht getragen werden und passt in fast alle Lauf-, Berg- und Trekkingschuhe, vorausgesetzt man entfernt die normale Schuheinlage oder das orthopädische Fußbett. Die Plastikschiene wird mittels Zehen- und Mittelfußbandage fixiert, eine Mittelfußpelotte stützt das Fußgewölbe zusätzlich auf der Unterseite des Fußes. Weitere Infos unter www.hallufix.com
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