Der Stubaier Höhenweg - Etappe 2

Zur idyllisch gelegenen Regensburger Hütte

Die Ausläufer des mächtigen Ruderhofkammes prägen diese 2. Etappe des Stubaier Höhenwegs hin zur Neuen Regensburger Hütte. Zeitweise geht es etwas mühsam über Blockgestein dahin, was eine zentralalpine Urlandschaft freilich auszeichnet. Bemerkenswert ist der zwischenzeitliche Szenenwechsel hin zum Stubaier Hauptkamm.
 
Die Neue Regensburger Hütte ist das Ziel der 2. Etappe am Stubaier Höhenweg © Mark Zahel
Die Neue Regensburger Hütte ist das Ziel der 2. Etappe am Stubaier Höhenweg
Die Tour von der Franz-Senn-Hütte zur Neuen Regensburger Hütte verläuft als alpiner Übergang auf zumeist gutem Steig, phasenweise aber auch blockreich. Etwas Trittsicherheit sollte auf diesem Teil des Stubaier Höhenwegs vorhanden sein. Schwierigkeiten können bei ungünstigen Verhältnissen auftreten, z. B. im Frühsommer an einer Wechte in der Scharte.

Tipp: Von der Schrimmennieder kurzer, wenig schwieriger Abstecher auf Steigspuren zum Basslerjoch (2829 m). Das Panorama weitet sich erheblich!

Vom Alpeiner ins Falbesoner Hochtal

Route: Von der Franz-Senn-Hütte auf AV-Weg Nr. 133 sogleich über einen Seitenbach des Alpeiner Bachs. Nahezu horizontal durch den Nordhang bis in die große Hangbucht mit dem Namen Kuhgschwez. Auch hier führt der Weg noch längere Zeit hangparallel weiter – ab und zu über Blockwerk, meist aber ziemlich bequem – bis unter die Platzengrube. Da der alte Weg direkt durch diese Geländekehle auf einem Teilstück verschüttet wurde und steinschlaggefährdet ist, dreht man jetzt markant nach rechts ab und gelangt über einen verblockten Graben etwas mühsam ins Unnütze Grübl hinauf. Links haltend durch ein ausgedehntes, unwegsames Blockfeld lavierend und in Kehren auf die östliche begrenzende Gratrippe. Dort erfolgt auf ca. 2500 Metern der Überstieg in die Platzengrube. Nach etwas Zwischenabstieg zieht man auf die linke Seite hinüber und gewinnt dort Anschluss an die alte Routenführung. Nach einigen Kehren schließlich im Hochkar mit einem markanten Bogen nach rechts bis in die enge Schrimmennieder (2714 m), wo auch das Basslerjoch ausgeschildert ist.

Südseitig verliert man in der Rinne auf einem guten Serpentinenweg rasch an Höhe, orientiert sich dann auf die rechte Seite des Trichters und kommt zeitweilig über Blockgestein zu einer Gabelung auf knapp 2300 Metern. Hier nach rechts und mit einer halbstündigen Traverse, die noch über einige kleine Bäche führt, hinüber zur Neuen Regensburger Hütte.

Eckdaten zur Etappe 2 des Stubaier Höhenwegs:

Stubaier Höhenweg Etappe 2 Karte
Karte zur 2. Etappe des Stubaier Höhenwegs
Höhendifferenz: 660 Hm
Dauer: 4 Std.
Ausgangspunkt: Franz-Senn-Hütte (2149 m)
Endpunkt: Neue Regensburger Hütte (2287 m); Abstiegsmöglichkeit nach Falbeson im Stubaital
Gehzeiten: Franz-Senn-Hütte – Übergang zur Platzengrube 2 Std. – Schrimmennieder 1 Std. – Neue Regensburger Hütte 1 Std.
Beste Jahreszeit: Anfang Juli bis Ende September
Karte: Alpenvereinskarte 1:25 000, Blatt 31/1 »Hochstubai « und Blatt 31/2 »Sellrain«; freytag & berndt 1:50 000, Blatt 241 »Innsbruck – Stubai – Sellrain – Brenner«
Führer: Zahel »Trekking im Stubai«, Bergverlag Rother
Fremdenverkehrsamt: TVB Stubai, Dorf 3, A-6167 Neustift im Stubaital, Tel. 00 43/5 01 88 10, www.stubai.at
Hütten: Franz-Senn-Hütte, Tel. 00 43/52 26/22 18; Neue Regensburger Hütte, Tel. 00 43/6 64/4 06 56 88

 
Mark Zahel
Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 06/2013. Jetzt abonnieren!
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