Der Stubaier Höhenweg - Etappe 3

Übergang Regensburger Hütte - Dresdner Hütte

Der Übergang von der Neuen Regensburger zur Dresdner Hütte hat es in sich. Das idyllische Hohe Moos zu Beginn, der strenge Übergang an der Grawagrubennieder (übrigens der höchste Punkt des gesamten offiziellen Stubaier Höhenwegs) sowie die Traverse weiterer Karbuchten sind die Zutaten dieser langen Etappe. Man nähert sich damit allmählich dem Hauptkamm.
 
Die Dresdner Hütte am Stubaier Höhenweg © Mark Zahel
Die Dresdner Hütte am Stubaier Höhenweg
Bei diesem Abschnitt des Stubaier Höhenwegs handelt es sich um einen ernsten alpinen Übergang, vor allem aufgrund des abschüssigen Felsgeländes auf der Nordseite der Grawagrubennieder, wo ungünstige Verhältnisse oft noch erschwerend hinzukommen (Sicherungen, aber nicht durchgehend und bei Schnee heikel). Der Rest ist bis auf vereinzelte Schrofenstellen ein mittelschwerer Höhenweg, ab und zu über Blockfelder. Trittsicherheit und solide Kondition sind hier unerlässlich.

Schlüsselpassage an der Grawagrubennieder

Route: Zunächst geht es ganz flach ins »Hohe Moos« hinein. Am rechten Rand der Sumpfebene gewinnt der Weg (Nr. 138) allmählich an Höhe und nähert sich rechter Hand dem Falbesoner See, der hinter einem Moränenrücken verborgen bleibt (kurzer Abstecher). Nach einem letzten Flachstück im Vorfeld des zurückgewichenen Hochmoosferners steigt man in die steile Flanke zur Grawagrubennieder (2881 m) ein. Mit Drahtseilen entschärfte Felszonen und kaum minder abschüssiges Blockschuttgelände erheischen Vorsicht (bis weit in den Sommer hinein Altschneereste). Jenseits der Scharte folgt man einem besseren Steig über eine Verflachung hinweg und quert nach einem Abstiegsstück die oberste Nockgrube. Nur wenige Kehren sind anschließend nötig, um die Rippe am Schafspitz (2760 m) zu überwinden (Drahtseile).

Hinter dem kleinen Schafgrübl folgt eine zweite Rippe. Mit einer längeren Abwärtstraverse lässt man das größere Ruderhofkar hinter sich und passiert unter dem Gratsporn der Hölltalspitze entlang die Hohe Grube mit ihrer sehenswerten Hochmoorlandschaft. Ein lohnender Abstecher führt hier zum Mutterberger See. Am Hauptweg wandert man indes weiter über die Geländenase am Zuntenkopf hinweg, schwenkt Richtung Glamergrube ein und passiert das oberhalb gelegene Kar im Bereich der Trogschulter. Mit einem weiten Bogen Richtung Wilde Grube, wo man auf eine Fahrpiste stößt. Man folgt ihr einige Schleifen aufwärts, dann empfi ehlt sich eine steile Abkürzung, die im Zickzack mit einer kurzen gesicherten Plattenpassage in die Egesennieder (2506 m) hinaufleitet. Auf der Ostseite ist es dann nur noch ein halbstündiger Abstieg bis zur Dresdner Hütte, die inmitten des Skigebiets liegt.

Eckdaten zu Etappe 3 des Stubaier Höhenwegs:

Stubaier Höhenweg Etappe 3 Karte
Von der Neuen Regensburger zur Dresdner Hütte
Höhendifferenz: 960 Hm
Dauer: 6 Std.
Ausgangspunkt: Neue Regensburger Hütte (2287 m)
Endpunkt: Dresdner Hütte (2308 m); Ausstiegsmöglichkeit talwärts von der nahen Mittelstation der Stubaier Gletscherbahn
Gehzeiten: Neue Regensburger Hütte – Grawagrubennieder 2 Std. – Schafspitz ¾ Std. – Hohe Grube 1¼ Std. – Wilde Grube ¾ Std. – Egesennieder ¾ Std. – Dresdner Hütte ½ Std.
Beste Jahreszeit: Anfang Juli bis Ende September  
Karte: Alpenvereinskarte 1:25 000, Blatt 31/1 »Hochstubai«; freytag & berndt 1:50 000, Blatt 241 »Innsbruck – Stubai – Sellrain – Brenner«
Führer: Mark Zahel »Trekking im Stubai«, Bergverlag Rother, 2013
Fremdenverkehrsamt: TVB Stubai, Dorf 3, A-6167 Neustift im Stubaital, Tel. 00 43/5 01 88 10, www.stubai.at
Hütten: Neue Regensburger Hütte, Tel. 00 43/6 64/4 06 56 88; Dresdner Hütte, Tel. 00 43/52 26/81 12
Mark Zahel
Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 06/2013. Jetzt abonnieren!
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