Winter im vorderen Ötztal - Schneeschuhtour 1

Schneeschuhtour am Schafjoch

Die Schneeschuhetour zum Schafjoch im Ötztal ist ein absoluter Geheimtipp zwischen Inn und Acherkogel. Zwischen schroffen Skitourenbergen im Süden und dem Inntal. 2000 Meter tiefer erhebt sich eine weite freie Hochfläche mit breitem Rücken – ideal fürs Wandern in harmonischem Wiegeschritt.
 
Schneeschuhwandern am Schafjoch im Ötztal © Bernd Ritschel
Schneeschuhwandern am Schafjoch im Ötztal
Die Schneeschuhwanderung im Ötztal führt nach kurzer Waldpassage über einen sanft ansteigenden freien, breiten und lawinensicheren Bergrücken zu einer Kammschulter. Gute Sicht auf Kühtai und Kalkalpen.

Wanderkarte Schneeschuhtour Schafjoch Ochsengarten Ötztal
Schwierigkeit: Mittel
Höhendifferenz: 900 Hm
Dauer: 6 1/4 Stunden
Talort: Oetz (812 m)
Ausgangspunkt: Parkplatz am Sattele (1690 m).
Öffentliche Verkehrsmittel: Per Bahn auf der Inntalstrecke über Innsbruck Richtung Landeck/Bregenz bis Ötztal-Bahnhof, per Bus durchs Ötztal bis Oetz und hoch Richtung Kühtai zur Haltestelle Marlstein am Abzweig nach Haiming. Diese Straße zu Fuß aufwärts zum Sattele (+ 1½ km/150 Hm).
Beste Jahreszeit: Januar bis April
Karten: Kompass 1:50 000, Nr. 83 »Stubaier Alpen« (inkl. Skirouten); Alpenverein 1:50 000, Nr. 31/2 mit Skirouten »Stubaier Alpen/Sellrain«
Tourist-Info: Information Oetz, Tel. 00 43/5 72 00-5 00, info@oetz.com, www.oetz.com
Charakter: Die technisch leichte, westseitige Schneeschuhtour erfordert Kondition. Sie steigt nach kurzer Waldpassage sanft über einen Rücken an und kaum lawinengefährdet auf zu einer Kammschulter. Oben lässt sich ein ein drucksvoller Rundumblick auf das Kühtai und die Kalkalpen sowie das Bergpanorama auf Zwölferkogel und Acherkogel (3008 m) genießen.

Schneeschuwandern am Schafjoch

Auf einem Fahrweg nordostwärts durch Wald queren und ostwärts aufwärts zur freien Feldringalm (1888 m). Ostwärts weiter zu einem Sattel (2020 m; Abstieg nach Marlstein), auf nicht mehr erkennbarem Wanderweg durch lichten Zirbenbestand aufwärts in ein Tälchen steigen und durch dieses ostwärts zu einer weiten freien Hochfläche. Rechts lässt sich ein Aussichtsbuckel mit Strommast erklimmen. Je nach Belieben eher in der Mitte oder am rechten Rand (Sommerweg; dazwischen Senken) der Feldringer Böden ostwärts flach dahinwandern bis zum Beginn eines Aufschwungs. In Linksschleife teils Steinmännchen folgend über einen breiten Rücken relativ steil hinauf, über ein geneigtes Plateau in Rechtsschleife auf einen sich verschmälernden Rücken und über diesen südostwärts mäßig steil hinauf zu einer Bergschulter mit Steinmann, die als Gipfel fungiert. Anspruchsvollere Verlängerung mit markantem Gipfel: Man kann zwar noch etwas weiter gehen, aber der Kamm wird bald schmal (evtl. Wechten) und von einem spitzen Köpfl versperrt, das man rechtsseitig umgehen (evtl. Lawinengefahr) oder zu Fuß besteigen kann. Der dahinter aufragende Gipfel des Pirchkogels lässt sich erstaunlich gut nordseitig umqueren (ca. 2730 m) und steil durch sein Nordostkar besteigen (Lawinengefahr! unbekreuzter Gipfel 2828 m). Der Abstieg erfolgt entlang der Aufstiegsroute.

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Christian Schneeweiß
Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 03/2012. Jetzt abonnieren!
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