Der Stubaier Höhenweg - Etappe 1

Panoramawanderung zur Franz-Senn-Hütte

Steigt man mit der Seilbahn von Fulpmes in den Stubaier Höhenweg ein, lässt sich schon beim Zustieg zur Starkenburger Hütte in herrlichen Ausblicken schwelgen. Auf der ersten richtigen Etappe zur Franz-Senn-Hütte setzt sich dies nahtlos fort.
 
Die Starkenburger Hütte, erster Stützpunkt auf dem Stubaier Höhenweg © Mark Zahel
Die Starkenburger Hütte, erster Stützpunkt auf dem Stubaier Höhenweg
Die erste Etappe des Stubaier Höhenwegs ist eine lange Höhenroute durch häufig abschüssige Bergflanken, deshalb sind gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Die Steige sind aber gut angelegt und an manchen ausgesetzten Stellen gesichert.

Tipp: Am Anreisetag am besten nur bis zur Starkenburger Hütte gehen und anderntags ausgeruht auf den Übergang zur Fran-Senn-Hütte.

Panoramatour zur Franz-Senn-Hütte

Zustieg: Von der Bergstation auf dem gepflegten Höhenweg quer durch den Nordhang leicht ansteigend zum Sennjoch. Etwas oberhalb der Kammsenke und der Jausenstation schwenkt man um ein Eck in die Südseite und trifft dort unmittelbar auf die Abzweigung zum Burgstall (mögliche Variante). Nach interessanten Bändertraversen in den zerklüfteten Flanken geht es recht kurvenreich leicht auf und ab und schließlich durch einige Schneefangzäune hinüber zur Geländeschulter mit der Starkenburger Hütte (2237 m).

Route: Von dort steigt man nordwärts in den Flanken des Burgstalls an und umkurvt den Berg über zwei markante Rippen auf der Westseite. Durch Kalkschutthänge knapp unter dem Schlicker Schartl entlang und weiter zum Seejöchl (2518 m). Man bleibt diesseits und quert – von nun an im Urgestein – durch die Südostflanken von Gamskogel und Steinkogel, ehe man zwischendurch nochmals die Kammhöhe berührt. Zum Sendersjöchl (2477 m) dann wieder etwas bergab und anschließend in die Steilschrofen der Roten Wand hinein (Steinschlaggefahr; einige ausgesetzte Stellen versichert).

Nach dem deutlichen Abstieg hält die Route quer durch etliche Hangeinbuchtungen über längere Zeit in etwa die Höhe. Man gelangt zur Seduck Hochalm (2249 m, Jausenstation während der Almsaison). Hangparallel zwischen 2200 und 2300 Meter Höhe quert man auch danach weiterhin recht steile grasige oder schrofi ge Flanken. Zwischendrin ist der markante Trichter der Viller Grube eingelagert. Um ein ausgesetztes Eck leitet man den Schlussteil der Traverse ein, wo die Routen zum Horntaler Joch und zur Rinnenspitze abzweigen. Hinter einem Gerinne über eine letzte gesicherte Stelle und in leichtem Gefälle zur stattlichen Franz-Senn-Hütte.

Eckdaten zu Etappe 1 des Stubaier Höhenwegs:

Stubaier Höhenweg Etappe 1 Karte
Karte zur 1. Etappe des Stubaier Höhenwegs: Kreuzjoch - Starkenburger Hütte - Franz-Senn-Hütte

Höhendifferenz: 1040 Hm
Dauer: 7¾ Stunden
Ausgangspunkt: Bergstation am Kreuzjoch (2108 m) der Schlicker Seilbahnen in Fulpmes
Endpunkt: Franz-Senn-Hütte (2149 m); Abstiegsmöglichkeit zur Oberisshütte (1742 m)
Gehzeiten: Kreuzjoch – Starkenburger Hütte 1½ Std. – Seejöchl 1½ Std. – Sendersjöchl 1 Std. – Seduck Hochalm 1½ Std. – Franz-Senn-Hütte 2¼ Std.
Beste Jahreszeit: Anfang Juli bis Ende September
Karte: AV 1:25 000, Blatt 31/2 »Sellrain«; freytag & berndt 1:50 000, Blatt 241 »Innsbruck – Stubai – Sellrain – Brenner« Führer: Mark Zahel »Trekking im Stubai«, Bergverl. Rother, 2013
Fremdenverkehrsamt: TVB Stubai, Dorf 3, A-6167 Neustift im Stubaital, Tel. 00 43/5 01 88 10, www.stubai.at
Hütten: Starkenburger Hütte, Tel. 00 43/6 64/5 03 54 20; Franz-Senn-Hütte, Tel. 00 43/52 26/22 18
Mark Zahel
Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 06/2013. Jetzt abonnieren!
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