Der Stubaier Höhenweg - Etappe 6

Aussichstreicher Höhenweg zur Innsbrucker Hütte

Zwischen Bremer und Innsbrucker Hütte bewegt man sich nicht direkt über dem Stubaital, sondern über dem Gschnitztal. Das bringt optisch willkommene Abwechslungen – etwa mit der dolomitenhaften Tribulaungruppe vis-à-vis. Ein fantastischer Höhenweg quer durch die Flanken des Habichtkammes.
 
Die Innsbrucker Hütte ist der letzte Stützpunkt am Stubaier Höhenweg © Mark Zahel
Die Innsbrucker Hütte ist der letzte Stützpunkt am Stubaier Höhenweg
Dieser Abschnitt des Stubaier Höhenwegs ist ein recht anspruchsvoller und langer alpiner Höhensteig mit wiederholtem Auf und Ab. Phasenweise ausgesetzte Traversen mit einigen Sicherungen, wobei schrofiges und teils auch blockiges Gelände überwiegt. Trittsicherheit und gute Ausdauer sind hier wichtig.

Hoch über dem inneren Gschnitztal

Route: Ab der Bremer Hütte gibt es anfangs zwei Varianten: Gleich beim Schutzhaus zweigt die schwierigere Route ab, die als Klettersteig ausgebaut durch einen Kamin Richtung Lautersee (2425 m) führt und anschließend die Karbucht auf etwa gleicher Höhe ausgeht. Die Normalroute folgt hingegen anfangs dem Hüttenweg, zweigt nach wenigen Minuten links ab und leitet ebenfalls durch eine recht steile Flanke auf die Böden im Kessel der Simmingalpe. Von dort im Schräganstieg nordwärts über Schafmatten zur Vereinigung und weiter ins Blockgelände. In Kehren steiler aufwärts zum von der Äußeren Wetterspitze nach Osten abstreichenden Kammausläufer, der im Trauljöchl (ca. 2530 m) überstiegen wird.

Jenseits kurz durch eine steile Rinne abwärts und links haltend durch einen Blockhang ins Plattental. Bis in die Trauler Bockgrube verliert man noch etwas an Höhe, dann stellt sich die »Wasenwand« entgegen. Mit vereinzelter Drahtseilhilfe im Auf und Ab quer durch den Schrofenriegel, danach ein steiles Gerinne kreuzend und mit leichtem Zwischenabstieg in den Trichter der Beilgrube. Hier setzt ein Schräganstieg durch steile Grashänge an, der bis auf eine Gratrippe leitet. Vom eigentlichen Übersteig ist es bloß ein Katzensprung zur vorspringenden Kanzel der Pramarnspitze (2511 m), dem schönsten Platz für eine ausgiebige Rast.

Auf der anderen Seite bergab in eine Karbucht und später in den größeren Kessel der Glättegrube. Nachdem dieser Bogen etwas weniger beschwerlich ausgegangen ist, windet sich der Steig erneut aufwärts und erreicht um ein Eck herum mit dem Sendesgrat (ca. 2540 m) die letzte markante Rippe. Im Abstieg wandert man schließlich durch ein blockreiches Hochkar, oberhalb des kleinen Alfairsees vorbei, zur Innsbrucker Hütte.

Eckdaten zu Etappe 6 des Stubaier Höhenwegs:

Etappe 6 Stubaier Höhenweg
Auf aussichstreichen Höhenwegen zur Innsbrucker Hütte
Höhendifferenz: 960 Hm
Dauer: 6½ Std.
Ausgangspunkt: Bremer Hütte (2411 m)
Endpunkt: Innsbrucker Hütte (2370 m)
Gehzeiten: Bremer Hütte – Trauljöchl 1¾ Std. – Pramarnspitze 2¼ Std. – Sendesgrat 1¾ Std. – Innsbrucker Hütte ¾ Std.
Beste Jahreszeit: Anfang Juli bis Ende September
Karte: Alpenvereinskarte 1:25 000, Blatt 31/1 »Hochstubai «; freytag & berndt 1:50 000, Blatt 241 »Innsbruck – Stubai – Sellrain – Brenner«  
Führer: Mark Zahel »Trekking im Stubai«, Bergverlag Rother, 2013
Fremdenverkehrsamt: TVB Stubai, Dorf 3, A-6167 Neustift im Stubaital, Tel. 00 43/5 01 88 10, www.stubai.at
Hütten: Bremer Hütte, Tel. 00 43/6 64/2 72 80 71; Innsbrucker Hütte, Tel. 00 43/ 52 76/2 95
Mark Zahel
Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 06/2013. Jetzt abonnieren!
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