Auf Deutschlands höchsten Berg

Vier Wege auf die Zugspitze

Zu Tausenden strömen die Touristen auf die Zugspitze hoch über dem Loisachtal. Die Bergbahnen machen es ihnen leicht, den höchsten Gipfel Deutschlands zu erreichen. Für Bergsteiger jedoch ist der Weg das Ziel – vier Routen, die eine Annäherung der besonderen Art möglich machen.
Von Christof Schellhammer
 
Der von einem vergoldeten Kreuz geschmückte Ostgipfel der Zugspitze (2962 m) ist über eine gesicherte Steiganlage erreichbar. © Bernd Ritschel
Der von einem vergoldeten Kreuz geschmückte Ostgipfel der Zugspitze (2962 m) ist über eine gesicherte Steiganlage erreichbar.
Welch ein Berg! Ganz gleich, von welcher Seite man sich der Zugspitze nähert – sie wirkt massiv und gewaltig. Mit mehr als 2000 Höhenmetern in Fels und Eis ragt der Koloss aus den Tälern rundum empor und übertrifft deutlich alle umliegenden Gipfel. So erklärt sich auch die starke Anziehungskraft auf alle Bergsteiger. Bereits 1820 kletterte Lieutnant Josef Naus auf den Westgipfel; aber es ist höchst wahrscheinlich, dass die Zugspitze schon früher bestiegen wurde – Indiz dafür ist eine handgezeichnete Karte mit genauen Zeitangaben, die aus den Jahren zwischen 1750 und 1780 stammen dürfte. Seither gelangten die Menschen tausende Male auf den verschiedensten Routen auf ihren Gipfel.

Die mit Abstand am häufigsten begangenen Anstiege sind die durch das Reintal und durch das Höllental, deutlich weniger oft begangen wird der Weg aus dem Tirolerischen über die Wiener-Neustädter-Hütte und den »Stopselzieher«. Die Krönung der viel begangenen Wege auf Deutschlands Höchsten ist zweifelsohne der Jubiläumsgrat – allerdings stellt er weitaus höhere Anforderungen als die vorgenannten Routen und fordert den erfahrenen Bergsteiger, der sich auch im ungesicherten Felsgelände im II. Schwierigkeitsgrad wohlfühlt. Trotz zweier Seilbahnen und einer Zahnradbahn, trotz Skizirkus am Zugspitzplatt, trotz Gipfelhaus mit Tourismus-Rummel – die Zugspitze hat als mächtigster und höchster Berg Deutschlands nichts von ihrer Faszination verloren. Und wer sich der Zugspitze wie ein »richtiger« Bergsteiger, also über eine der oben genannten Routen nähert, wird dabei mit Sicherheit unvergessliche Stunden erleben.

Die vier Wege auf die Zugspitze

  1. Durch das Reintal: Der einfachste Weg auf die Zugspitze ist zugleich auch der beschaulichste und vielleicht schönste...
  2. Vier Wege auf die Zugspitze - KarteDurch das Höllental: Mehr als zwei Kilometer Höhenunterschied gilt es zwischen Hammersbach und dem Gipfel zu überwinden.
  3. Über den »Stopselzieher«: Buchstäblich im Schatten der beiden anderen Normalwege steht der anspruchsvolle Anstieg durch die Westflanke.
  4. Der Jubiläumsgrat: Der Jubiläumsgrat ist mehr als »nur« ein Klettersteig - er ist eine Tour die den »ganzen« Bergsteiger fordert...
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren