Bergtouren über dem Sellraintal

Auf den Roßkogel im Sellrain

Von Innsbruck aus ist das Gipfeldreieck des Roßkogels ein richtiger Blickfang. Und der Sellrainer Gipfel hält, was er verspricht: ein fantastisches Panorama vom Inntal über Wetterstein und Karwendel bis zur endlosen Zackenreihe der Tuxer und Stubaier Alpen.
 
Die Almen und Heustadel sind perfekte Pausenplätzchen beim Aufstieg zum Roßkogel. © Franziska Baumann
Die Almen und Heustadel sind perfekte Pausenplätzchen beim Aufstieg zum Roßkogel.

Die Sellrainer Berge sind ein bestens erschlossener Geheimtipp für Wanderer und Bergsteiger. Eine Bergtour auf den Rosskogel, eine markante Pyramide in Innsbrucks Bergpanorama, hält einige sagenhafte Ausblicke und unschwere Ansteige bereit.

Rundtour über dem Inntal

Längere Rundtour, die mit großartiger Aussicht belohnt, besonders schön zur Zeit der Alpenrosenblüte. Anstieg über den Nordgrat für trittsichere Wanderer ohne besondere Schwierigkeiten; Schwindelfreiheit erforderlich, eine kurze Felspassage unter dem Gipfel. Auch als Bike- und Hike-Tour geeignet: Mit dem Mountainbike auf gut fahrbarer Schotterstraße von Stiglreith zum Krimpenbachsattel.

Wanderkarte Bergtour Rosskogel

Aufstieg:

Von Stiglreith folgt man dem Steig entlang der Skipiste bergauf und erreicht in etwa einer Stunde die an der Waldgrenze gelegene Roßkogelhütte mit schönem Ausblick. Hinter der Hütte zieht ein Pfad zum Rangger Köpfl (1939 m) hinauf. Dort wandert man auf einem Forstweg, dem Alpenrosensteig, südwestwärts leicht bergab zum Krimpenbachsattel (1899 m). Alternativ führt von der Hütte auch eine Schotterstraße in den Sattel. Weiterhin an einem Weidezaun entlang steigt man über einen breiten Rücken zu einer grasigen Erhebung, dem Windegg, hinauf. Nun beginnt der Anstieg über den Nordgrat, über den sich ein schmaler Pfad bergauf schlängelt. Kurz unter dem Gipfel gilt es, in leichter Kletterei eine felsige Passage zu überwinden, dann steht man am Gipfelkreuz. Ein interessanter Abstecher führt über den Grat weiter zum Weißstein (2640 m), einem felsigen Zacken, der über teils gesicherte Kletterstellen (bis II) bestiegen werden kann (40 Min.).

Abstieg:

Am Kreuz beginnt ein Abstieg über den steilen Südostgrat. Er wird allerdings nicht mehr markiert und setzt im steilen Schrofengelände gute Trittsicherheit voraus. Der Normalweg passiert einen Sender, verläuft kurz am Grat entlang nach Süden und zweigt links in die Ostflanke des Roßkogels ab. An einer Wegverzweigung quert man links ins »Schartl«, einer Einsattelung im Südostgrat, und steigt über eine steile schotterige Stufe in eine Mulde unter dem Gipfelaufbau des Roßkogels ab. Über einen Rücken gelangt man zur Krimpenbachalm und folgt dort dem Steig, der etwas unterhalb des Fahrwegs über schöne Almwiesen führt. Er mündet in einer Kehre unterhalb der Roßkogelhütte in den Fahrweg. Die aussichtsreiche Einkehr sollte man sich nicht entgehen lassen. Anschließend kehrt man über die Skiabfahrt wieder nach Stiglreith zurück.

Eckdaten zur Bergtour auf den Rosskogel im Sellrain

Höhendifferenz: 1330 Hm
Dauer: 6,5 Stunden
Gehzeiten: Aufstieg 3½ Std., Abstieg 3 Std.

Talort: Oberperfuss (812 m)
Ausgangspunkt: Stiglreith (1363 m)
Öffentliche Verkehrsmittel: Bahn nach Innsbruck, dann Bus nach Oberperfuss zur Talstation der Bergbahn

Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober (je nach Schnee)
Karten/ Führer: AV-Karte 1:50 000, Blatt 31/5 »Innsbruck und Umgebung«; Kompass 1:50 000, Nr. 36 »Innsbruck, Brenner«. Klier »AV-Führer Stubaier Alpen«, Bergverlag Rother
Fremdenverkehrsamt: Tourismusbüro Oberperfuss, Tel. 00 43/(0)52 32/8 14 89, www.innsbruck.info/oberperfuss
Hütten: Roßkogelhütte (1777 m), bew. Mitte Mai bis Oktober, Tel. 00 43/(0)52 32/8 14 19, www.rosskogelhuette.com

Weitere Infos zu Bergtouren im Sellrain
Franziska Baumann
Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 04/2014. Jetzt abonnieren!
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