Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits im Interview | BERGSTEIGER Magazin
BERGSTEIGER-Interview mit Kaltenbrunner und Dujimovits

Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits im Interview

Ein Drehbuchautor könnte die Story nicht besser erfinden. Zwei extreme Bergsteiger verlieben sich, er macht ihr einen Heiratsantrag im Angesicht des von Blitzen erleuchteten Mount Everest. Sie gehen ein in die Geschichte als einziges Ehepaar, das alle 14 Achttausender bestiegen hat. Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits haben diesen Plot höchst selbst verfasst.

 
Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits © BERGSTEIGER
Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits
Der BERGSTEIGER sprach mit den beiden Extrembergsteigern Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits über das Trauma K2, Eifersucht am Berg und die Lust am Risiko.

Bergsteiger: Sie haben alle 14 Achttausender bestiegen. Bleiben für Sie als Bergsteiger jetzt überhaupt noch Träume?
Dujmovits: Es ist so, wie Reinhard Karl einmal sagte: Wirklich oben bist du nie. Wir sind jetzt sogar ein Stück weit freier, an Ziele zu gehen, die nicht ganz durch diese Zahlen 2 x 14 Achttausender geprägt sind. Gerlinde war beispielsweise noch nie in Alaska. Dort werden wir voraussichtlich im Frühjahr was Neues versuchen.
Kaltenbrunner: Wir wollten diese Achttausender, sie waren unser Traum. Ich merke aber jetzt, speziell nach dem K2, dass es in ganz neue Richtungen geht. Das Kunlun-Gebirge zum Beispiel beschäftigt uns ganz stark. Und am Mount McKinley in Alaska gibt es einige Linien, die noch nie gemacht wurden. Darauf freu’ ich mich.

Bergsteiger: Zum K2, dem zweithöchsten Berg der Erde, sind Sie viermal gereist. Ist dieses Gefühl, endlich auf dem Gipfel zu stehen, noch präsent?
Kaltenbrunner: Dieses Gefühl des Ankommens ist schon noch präsent. Da ballten sich innerhalb weniger Minuten so viele starke Emotionen, auch mit den ganzen Rückschlägen der vergangenen Jahre. Ich dachte mir nur: Das hat wahrscheinlich vorher alles so sein müssen, dass ich jetzt in diesem Moment heroben stehen darf.
Dujmovits: Auf dem K2 stehen zu dürfen ist sowieso eine große Gnade – auch wenn das jetzt ein steinaltes Wort ist. Und dann auch noch im letzten Sonnenlicht. Keine Wolke am Himmel …
Kaltenbrunner: … fast kein Wind …
Dujmovits: … und dann kulminiert oben diese ganze Energie, die man seit Jahren reingesteckt hat.

Bergsteiger: Sie haben ja im Basislager gewartet, als Ihre Frau den Gipfel erreichte. Wie war das für Sie?
Dujmovits: Ich habe die Entscheidung getroffen umzukehren, weil mir die Lawinensituation zu spannend war. Dadurch konnte ich sie vom Basislager aus ein Stück weit anfeuern und Wetterveränderungen durchgeben. Zudem habe ich das ständige Geschehen ins Internet gestellt – und über das Internet kam unglaublich viel Energie zurück. Gerlinde hatte ja drei Millionen Besuche und 17 Millionen Klicks auf ihrer Seite.
Kaltenbrunner: An einem Tag. Dann ist das System zusammengebrochen.
Dujmovits: Immer, wenn ich was ins Netz stellen wollte, musste ich eine halbe Stunde raus auf den Gletscher laufen, weil wir im Basislager keinen Satellitenempfang hatten. Und jedes Mal kamen unglaublich viele Mails. Die Leute haben regelrecht Energie geschickt.
Kaltenbrunner: Ich habe das am Berg anfangs ja alles nicht mitgekriegt. Einmal schafften wir nur 30 Höhenmeter in der Stunde, und irgendwann, nach mühsamer Wühlerei durch tiefen Schnee bin ich am Gipfelgrat angekommen und habe das Funkgerät eingeschaltet. Ralf sagte: »Gerlinde, ihr schafft es. Heute schafft ihr es. Und es sind ganz viele Leute bei dir.« Das hat mir wirklich Kraft gegeben.

Bergsteiger: Sie sagten, die Lawinensituation sei »spannend« gewesen. Man könnte auch sagen: Es war Ihnen zu gefährlich.
Dujmovits: Man muss das immer vor dem Hintergrund sehen, dass ich schon oben war. Dieses erhöhte Restrisiko in Kauf nehmen, das wollte ich einfach nicht. Es war schon saugefährlich.

Bergsteiger: Sie sind – gemeinsam mit den vier Begleitern – trotzdem hoch, Frau Kaltenbrunner. Ist das Besessenheit?
Kaltenbrunner: Ich habe schon auch gesehen, dass die Lawinensituation spannend ist. Aber – ohne jetzt in die esoterische Schiene geraten zu wollen – ich hatte schon beim Anmarsch dieses ungeheuer positive Gefühl: Dieses Mal wird es ganz sicher was. Interessant ist, dass Ralf, als wir nach zwei Tagen wieder telefonieren konnten, anfangs noch voller Sorge war. Nachdem er den Wetterbericht gehört hatte, ist seine Stimmung voll ins Positive gekippt. Mental war das für uns ungeheuer wichtig.

Bergsteiger: Aber wie erging es Ihnen die zwei Tage vor dem ersten Telefonat mit Ihrer Frau?
Dujmovits: Am Anfang war ich mir sicher, dass die anderen auch bald umdrehen, und saß erst einmal noch relativ entspannt im Zelt. Irgendwann realisierte ich: Die drehen nicht um. Die steigen weiter! Da bekam ich richtig Angst. Ich musste dann auch raus aus dem Zelt, habe einfach geschrien, wohl in der Hoffnung, dass sie mich hören.

Bergsteiger: Wer hört eigentlich auf wen am Berg?
Kaltenbrunner: Wir horchen beide aufeinander … ein Stück weit … nicht immer hundertprozentig.
Dujmovits: Wir hatten eine ziemlich schwierige Zeit an der Annapurna I. Ich war umgedreht, Gerlinde schon unterwegs im weiteren Aufstieg. Da habe ich mich umentschieden und bin hinterher gestiegen. Damit habe ich ihr ein Stück weit die Verantwortung für mich übertragen. Sie hatte auf einmal das Gefühl, sie habe mich zu etwas überredet, was eigentlich gegen mein eigenes Bauchgefühl war. Das hat lange Diskussionen bei uns ausgelöst. Wir haben dann eine recht simple Lösung gefunden für zukünftige Expeditionen: Wenn einer weitersteigen möchte und einer umdrehen, dann soll das möglich sein.
Kaltenbrunner: So lange es jedem gut geht damit.

Bergsteiger: Sie diskutieren auf dieser Höhe wahrscheinlich auch nicht mehr?
Dujmovits: Kein Wort. Das war dann auch für die Situation am K2 wichtig. Es gab überhaupt keine Diskussion. Ich habe gesagt: Ich drehe um. Sie sagte: Ich gehe weiter.
Kaltenbrunner: Daheim erzählt sich das so einfach. Aber ich kann mich schon noch sehr gut an die Situation erinnern, als der Ralf sagt: Gerlinde, mir ist das zu spannend, ich drehe um. Da musste ich mich schon zamreißen, dass ich nicht sag’: Komm, des schaff’ ma schon irgendwie.

Bergsteiger: Es gab nur diesen einen Satz?
Kaltenbrunner: Ja. Ralf hat mir noch den Kocher und den Topf gegeben.
Dujmovits: In unserem Vortrag zeigen wir auch eine Videosequenz mit der Szene, in der man mich absteigen sieht.
Kaltenbrunner: Wisst’s, und der Ralf verschwindet im dichten Nebel, steigt nach unten, dreht sich nimmer um. Irgendwie war das so … Hmm (schnauft tief durch). Da hab’ ich schon durchgeschnauft.
Dujmovits: Es gibt Bilder von weiter oben, als sie Schwimmbewegungen gemacht haben, um vorwärts zu kommen.
Kaltenbrunner: Das hört sich ja an, als wären wir völlig Harakiri unterwegs gewesen. Als wir im Schnee wühlten, war das direkt an einem Grat, an einem von uns gelegten Fixseil entlang. Wenn was abgegangen wäre, wäre es unter uns abgegangen.
Dujmovits: Ich sag da jetzt nicht viel dazu.
Kaltenbrunner: Du hast es auch nicht genau gesehen.
Dujmovits: Gut, der Grat hat vielleicht 35 Grad, steilt sich weiter oben so auf 50 Grad auf. Im mittleren Bereich ist das nach wie vor schneebrettgefährdet …

Bergsteiger: Kann es sein, dass Sie eine unterschiedliche Einschätzung des Risikos haben?
Dujmovits: Es ist so, dass sich im Laufe der Zeit die Risikobereitschaft und die Risikowahrnehmung verändert. Vielleicht ein Beispiel. Wir sind 2010 auf die Everest-Nordwand zumarschiert. Man sieht dann den Nuptse-Nordpfeiler und den Nordwestgrat rausspitzen, dessen oberen Teil ich 1989 in einer absoluten Harakiri-Aktion allein begangen habe. Die Gerlinde meinte damals: Die Everest-Nordwand willst du nicht machen. Aber das, was du damals am Nuptse gemacht hast, war viel viel gefährlicher, als das, was uns jetzt in der Everest-Nordwand erwartet.

Bergsteiger: Eine Altersfrage?
Dujmovits: Eine Alters- und Erfahrungsfrage. Du bist nicht mehr so sehr fokussiert. Ich habe im Laufe der Jahre auch kapiert, um was es geht: das Unterwegssein erleben, das Reisen als solches.
Kaltenbrunner: Ich habe – das stimmt wohl – eine höhere Risikobereitschaft als der Ralf. Aber ich blende die Gefahr keineswegs aus. Ich entscheide nur viel nach meinem Bauchgefühl, das mich bisher noch nie verlassen hat. Bergsteiger: Ist es wichtig, sich als Bergsteiger eine Art kindliche Naivität zu bewahren?
Dujmovits: Natürlich bekomme ich inzwischen graue Haare, eine ganze Menge sogar. Aber ich spüre noch immer den Lausbub in mir. Und der bin ich eigentlich immer noch gerne. Wenn ich mich von meiner Tochter durch den Supermarkt schieben lasse, da sitz’ ich dann im Einkaufswagen …
Kaltenbrunner: … und ich tu so, als ob ich ihn nicht kennen würde.
Dujmovits: Auch die Neugierde ist immer noch da, die Triebfeder, auf Reisen zu gehen …
Kaltenbrunner: … oder irgendwelche Versprechen über den Haufen zu werfen. Er hat mir ja auch versprochen, dass er nicht mehr zum Everest geht. Ein paar Wochen später sieht das schon wieder ganz anders aus.

Bergsteiger: Das Heiratsversprechen hat er immerhin eingehalten. Ist dieser Antrag auf mehr als 7000 Metern damals eigentlich spontan entstanden?
Dujmovits: Sagen wir mal so: Ich habe die Situation schon ein Stück weit für mich genutzt. Ihr müsst euch die Situation vorstellen: Wir waren am Lhotse 100 Meter unterm Gipfel umgedreht. Der Monsun hat schon reingedrückt, die Bewölkung stand vor der Lhotse-Südwand, die Blitze sind hochgefahren und haben die Wolkendecke und dann auch noch die Südwestwand vom Everest ganz hell erleuchtet. Und du stehst da auf 7200 Metern. Es war relativ warm, so um die minus 17 Grad. Wir haben dann ganz spontan entschieden, uns nicht ins Zelt zu legen, sondern ins Freie. Und da habe ich mir schon gedacht: Jetzt wäre der richtige Moment.

Bergsteiger: Weil’s so schön ist, Frau Kaltenbrunner, erzählen Sie das doch einmal aus Ihrer Sicht.
Kaltenbrunner: Es war schon echt eine schöne Atmosphäre. Und ich dachte mir: Wenn ich es mit einem wirklich aushalte, dann mit dem Ralf. Ich habe mir zwar geschworen, nie zu heiraten…

Bergsteiger: ... vor allem waren einige Begegnungen nicht sonderlich vielversprechend …
Kaltenbrunner: Na, gar nicht.
Dujmovits: Wie, weiß ich da was nicht!
Kaltenbrunner: Es gab schon ein paar so Situationen, nach denen ich zu Freundinnen gesagt habe: Mit dem Ralf, das ist schon eigenartig. Am Manaslu hat er mir tatsächlich heißes Wasser angeboten! Ich hab’ erst gedacht, jetzt hat er den Teebeutel vergessen. Und bei unserem zweiten Rendezvous auf einer Messe hat er mich auf ein Gläschen Sekt eingeladen. Dann stehen wir vor dem Stand, und er sagt: Oh, Geld hab ich jetzt keins mit.
Dujmovits: Das war beim Käfer auf der Ispo.
Kaltenbrunner: Ja, der war teuer.

Bergsteiger: Aber die Geste zählt doch!
Dujmovits: Ja, ist doch menschlich, oder …
Kaltenbrunner: Aber du musst dir auch meine Situation vorstellen. Ich habe damals jeden Schilling gespart, dass ich über die Runden komme. Das war schon hart.

Bergsteiger: Sie haben direkt am Berg – also noch in der Höhenluft – ja gesagt?
Kaltenbrunner: Nach ein paar Minuten. Aber eines habe ich ihm auch gleich gesagt: Scheidung kommt für mich nicht in Frage. Das war mir wichtig. Dass wir durch dick und dünn gehen. Ich bin da ein wenig von meiner Familie geschädigt. Bis jetzt klappt es noch ganz gut. Wir arbeiten ja auch ständig dran.
Dujmovits: Mit den vielen Reisen ist das auch nicht ganz einfach. Man meint immer, dass es schon reicht, wenn man viel zusammen unterwegs ist und beim Bergsteigen. Aber man muss auch immer an der Beziehung dranbleiben. Vor kurzem haben wir eine dreiwöchige Tour in Peru geführt. Privat kommt man eigentlich kaum zum Reden. Da ist es wichtig, sich nach dem Zurückkommen ein paar Tage Zeit zu nehmen und zusammenzufinden.

Bergsteiger: Manchmal ist Gerlinde mit vielen Männern in kleinen Zelten in eisigen Höhen unterwegs. Gibt es da keine Eifersucht, Herr Dujmovits?
Dujmovits: Ne.
Kaltenbrunner: Also, so viele Männer sind das nicht. Da ist unser langjähriger Freund David Göttler, der echt wie ein Bruder für mich ist. Und wenn ihr die Kasachen kennt: Da muss man sich keine Sorgen machen.
Dujmovits: Ich kenne ja die Situation: Da oben stehen andere Dinge im Vordergrund. Dazu habe ich das hundertprozentige Vertrauen zu Gerlinde und das hundertprozentige Vertrauen zu David. Einem solchen Freund kann ich meine Frau anvertrauen.
Kaltenbrunner: Man muss es echt trennen. Auf 8000 Metern bei minus 30 Grad entsteht automatisch eine gewisse Nähe. Das ist völlig normal.

Bergsteiger: Gibt es auch Bereiche, wo Sie sich bewusst voneinander abgrenzen? Wo einer von Ihnen sagt: Das ist meines?
Kaltenbrunner: Nicht wirklich. Wir haben auch beinahe die gleichen Hobbys. Ich fordere aber beispielsweise ein, dass ich kein Büromensch bin. Nach maximal drei Stunden muss ich raus. Ich gehe dann Holz schneiden oder so.

Bergsteiger: Holz schneiden?
Kaltenbrunner: Ja, gerade habe ich mir eine neue Motorsäge gekauft …
Dujmovits: Eigentlich wollte sie nur zum Friseur gehen. Ist dann aber mit einer neuen Motorsäge wieder heimgekommen.
Kaltenbrunner: Es ist schon so, dass die Berge unser Leben bestimmen. Sie erfüllen uns beide.
Dujmovits: Ich glaube, wir Männer sind so Typen, die sich mal gerne in ihre Höhle zurückziehen. Ich brauche das manchmal. Dann besuch’ ich einen Freund, trink’ mit dem einen Kaffee, und wir ratschen böse über Gott und die Welt. Dann komm’ ich wieder heim und bin gut aufgelegt.

Bergsteiger: Ihnen geht es beiden sehr viel um die »Freiheit am Berg«. Ist es als Profiberg-steiger überhaupt noch möglich, Freiheit zu genießen?
Dujmovits: Wir hatten beide das Glück, dass die Sponsoren auf uns zugekommen sind und wir uns unsere Ziele immer selbst definieren konnten. Das gibt uns sehr viel Freiheit.
Kaltenbrunner: Gewisse Dinge wie Handy, Satellitentelefon und regelmäßige Newsletter stressen mich. Das schalte ich dann lieber ab. Manchmal ist das sicher nicht besonders professionell, alles hinter sich zu lassen. Aber diese Freiheit nehme ich mir einfach raus. Da habe ich schon gemerkt, dass du, Ralf, allein durch die Firma (der Expeditionsreiseveranstalter Amical Alpin, Anm. d. Red.) viel blockierter warst.
Dujmovits: Die Sponsoren erhoffen sich durch die Zusammenarbeit mit einem Athleten eine gewisse Öffentlichkeit. Ich bin da vielleicht etwas pflichtbewusster und folge dem durch alle möglichen Aktivitäten. Gerlinde ist da, wie soll ich sagen, …

Bergsteiger: Authentischer?
Dujmovits: Ja, vielleicht. Sie bleibt einfach viel mehr die Bergsteigerin, die gerne unterwegs ist. Ich hatte ja immer das halbe Büro mit dabei. Das war ein Mitgrund, warum ich die Firma abgegeben habe. Ich habe gemerkt, dass ich auch im Basislager fokussierter am Berg dran sein muss, wenn ich auf hohem Niveau mit Gerlinde unterwegs sein will.

Bergsteiger: Gemeinsame Kinder sind in einem professionellen Bergsteigerleben kein Thema?
Kaltenbrunner: Ich hatte von jung an nie den Wunsch, Kinder zu bekommen. Ich habe fünf Geschwister mit Kindern, die ich auch sehr gerne mag. Aber für mich passt es so – und vor allem auch für den Ralf. Du hast ja schon zwei.
Dujmovits: Einer ist gerade dabei auszuziehen. Ich bin über die Zeit hinweg, in der man sich noch mal Kinder wünscht.

Bergsteiger: Was war der berührendste Moment, seit Sie zusammen sind?
Kaltenbrunner: Da gab es zwei. Der eine war die Hochzeit in Spital am Pyhrn, Einfach super. Ganz arg berührend und emotional war auch, wie ich vom K2 zurück gekommen bin und nach neun Tagen den Ralf wieder gesehen habe. Da hat alles ausgelassen.
Dujmovits: Wir hatten uns damals für zehn Uhr am Gletscher verabredet. Sie sollte von oben runterlaufen, ich kam ihnen entgegen. Die Gerlinde achtet normal weniger auf die Zeit als ich. Und dann habe ich mich tatsächlich verspätet, und sie saß da und wartete schon. Sie in den Arm nehmen zu können, war schon der emotionalste Moment überhaupt.

Von Dominik Prantl und Michael Ruhland

Aktuelles zu Gerline Kaltenbrunner und Ralf Djumovits
Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits im Interview. - Fotos: National Geographic, Darek Zaluski, Gerlinde Kaltenbrunner
Fotos: 
National Geographic, Darek Zaluski, Gerlinde Kaltenbrunner
Artikel aus Bergsteiger Ausgabe 11/2012. Jetzt abonnieren!
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren