Skiliftbetrieb am Taubenstein eingestellt

Kein Winterbetrieb mehr am Taubensteinlift

Sinkende Zahlen und veraltete Anlagen haben die Liftbetreiber der Taubensteinbahn zu einem radikalen Schritt bewegt. Ab dem kommenden Winter stehen die Kabinenbahn sowie die Schlepplifte am Lochgraben und Rauhkopf still. Für die Wirte der Oberen Maxlraineralm sowie der Rauhkopfhütte ein Schock.
 
Die Obere Maxlraineralm ist jetzt nur noch im Sommer per Lift zu erreichen © www.obere-maxlraineralm.de
Die Obere Maxlraineralm ist jetzt nur noch im Sommer per Lift zu erreichen
„Der Taubenstein wird ein Tourengeher-Berg“, so haben es die Alpenbahnen Spitzingsee entschieden. Das bedeutet: Der Skibetrieb im vor allem bei Einheimischen beliebten Taubensteingebiet ist endgültig Geschichte. Die Entscheider hätten sich diesen Schritt nicht leicht gemacht, doch die Schließung der Lifte im Winter sei unumgänglich. „Eine Landschaftsumgestaltung und damit erhebliche Eingriffe in die Natur“ wären notwendig geworden, um den Skibetrieb an den Südhängen des felsigen Bergs langfristig aufrechtzuerhalten, so Peter Lorenz, Geschäftsführer der Alpenbahnen Spitzingsee. 

Dies hätte komplizierte Genehmigungsverfahren und Kosten in hoher zweistelliger Millionenhöhe zur Folge. „Da muss man eben auch den Mut haben, es bleiben zu lassen“, sagte Lorenz. Der Taubenstein wird so in den Wintermonaten den Tourengehern überlassen, der Sommerbetrieb für die Wanderer bleibe davon aber unberührt.

Maxlraineralm: vor allem bei Einheimischen beliebt

Für Johanna Volpert, Eigentümerin der Oberen Maxlraineralm am Taubenstein, ist diese Entscheidung unverständlich. Der Verlust der Winterbesucher bedeute einen großen Verlust nicht nur für die Obere Maxlraineralm, sondern auch für die Rauhkopfhütte. „Wir hatten ja zu 90 Prozent einheimische Gäste“, sagt Volpert. „Für die ist das eine schlimme Sache.“ Nicht nur Skifahrer, sondern auch Winterwanderer und Rodler hätten die urige Atmosphäre des 40 Jahre alten Skigebiets schätzt. Die Tourengeher allein können das Wintergeschäft nicht retten, meint Volpert.

Wandertipp: In vier Tagen durch die Region Tegernsee Schliersee.
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