Verfolgung auf Schritt und Tritt: Wie Quadrocopter-Touren begleiten | BERGSTEIGER Magazin
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Verfolgung auf Schritt und Tritt: Wie Quadrocopter-Touren begleiten

Wandertouren in entlegenen Regionen sind zweifelsohne eine Erfahrung für sich. Daheimgebliebene können mit den atemberaubenden Erzählungen meist wenig anfangen, weil einfach die plastische Vorstellung des Erlebten fehlt – ideal wäre also ein Gerät, mit dem Eindrücke auf höchst individuelle Art und Weise eingefangen werden können. Quadrocopter etablieren sich zunehmend als Reisebegleitung auf Touren, sie bieten enorm vielfältige Bildaufnahmen – was möglich ist, wird im Folgenden erläutert.
Eine begleitende Drohne kann beim Festhalten von Ausblicken interessant werden. © Hans (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Eine begleitende Drohne kann beim Festhalten von Ausblicken interessant werden.

Drohnen schaffen Bildmotive – die Technik

Beim Wandern oder Bergsteigen kommt es in erster Linie auf die Sicherheit an, sie steht an erster Stelle. Nicht selten begegnen Outdoor-Enthusiasten kniffligen Situationen, die einiges an Geschick erfordern. Manchmal hilft es aber schlichtweg auch, die weitere Route zu überblicken und daraufhin die Etappenplanung anzupassen.

Mittel der Wahl ist hierbei eine Drohne, genauer gesagt ein Quadrocopter. Eines der bekanntesten Modelle in diesem Segment ist der Typhoon Q500 4K Quadrocopter mit einer passenden Quadrocopter Kamera von Yuneec. Anhand dieses Modells soll im Folgenden die Funktionsweise der darin eingefassten Kamera erläutert werden. 

Funktionsweise Typhoon Q500 4K

Funktion
 
Anwendungsbereiche
 
Ready-to-Fly-Gerät Ohne größeren Aufwand direkt anwendbar.
Kamera in 4K-Auflösung Gegenüber den Basismodellen verfügt diese Ausführung über eine 4K-Kamera, in Kombination mit einer elektronischen SteadyCam (Handheld-Gimbal) werden ruckelfreie Aufnahmen erstellt.
3D-Gimbal-Bildstabilisierung (CG02-GB) Schnellere Kurswechsel und Aufnahmen in hoher Präzision sind kein Problem.
Fernsteuerung ST10 Im Gegensatz zu anderen Modellen, die eine Funktion über App anbieten, wird hier ein FPV-Flug (First-Person-View – Flug aus Pilotenperspektive) ermöglicht. Darin eingefasst ist ein kleiner Monitor.
Follow-me-Funktion Mittels dieser Funktion wird eine Grundeinstellung gewährleistet, wonach sich die Drohne am Standort des Piloten orientiert. Besondere Hinweise zum autonomen Fliegen beachten (siehe unten).
12 Megapixel Fotoauflösung Spannende Luft- und Landaufnahmen ermöglichen die Steuerung auch engen Gebieten, die Linse verfügt über keine Bildkrümmung.
Bildmodus Smart, Angle sowie Home Mode sind klassische Funktionen der Bildsteuerung, die auch hier Verwendung finden.
3-Achsen-Gimbal Die 4K/30fps-Kamera vollführt Ultra-High-Definition-Video-Aufnahmen, mittels 3-Achsen-Gimbal gelingt die Steuerung spielend über die ST10+-Bodenstation. Hier werden 5.8 GHz WiFi ermöglicht, was zum Beispiel für einen Live-Videostream genügt.

Was ist bei der Drohnensteuerung zu beachten?

Wie sollte es anders sein, gibt es natürlich auch im Bereich der Drohnensteuerung bestimmte Merkmale rechtlicher Natur zu beachten. Wie dies in der Praxis gehandhabt wird, liegt in erster Linie am Gewicht der Drohne. Denn hierfür ist prinzipiell keine Flugerlaubnis nötig, sehr wohl aber eine versicherungstechnische Absicherung vonnöten.
  • Die sogenannte Aufstiegserlaubnis wird immer dann verpflichtend gefordert, wenn das Gewicht der Drohne den Grenzwert von 5 Kilogramm überschreitet. Die Kosten hierfür variieren von Bundesland zu Bundesland, zuständig ist die Luftfahrtbehörde des Landes. Beantragung sowie mögliche Einschränkungen dieser Aufstiegserlaubnis, konkret in Form einer Sondernutzungserlaubnis, erfolgt dort. Zuwiderhandlungen werden teils mit hohen Bußgeldern geahndet, mehr und mehr wird repressiv gegen Verletzungen dieser Auflagen vorgegangen.
  • Geht es lediglich um den Betrieb von Drohnen im Rahmen der Sportausübung oder der Freizeitgestaltung, wird hierfür gemein keine Sondererlaubnis notwendig sein. Vorausgesetzt, die Drohne liegt unter dem Grenzwert von 5 Kilogramm. 
  • Modelle, die über 25 Kilogramm wiegen, sind nach derzeitigem Stand der Dinge nicht genehmigungspflichtig. Sie sind also verboten und können daher auch nicht mit Einschränkungen zugelassen werden.
  • Der Betrieb unter Alkoholeinfluss ist selbstverständlich verboten, schon allein aufgrund der Unfallgefahr und aus Haftungsgründen.
  • Kinder dürfen, sofern eine Aufsichtsperson dabei ist, Drohnen steuern. Auch hierbei kommt es auf die Beachtung der maximalen Flughöhe von 100 Meter an. Häufig geben die zuständigen Landesämter aber separate, regionale Vorgaben – es ist daher in jedem Fall empfehlenswert, zuvor die Gegebenheiten des Flugortes abzuchecken. Fliegen auf Sicht ist naturgemäß auch hier nur erlaubt. 

Sonderversicherung ist notwendig

Um sich gegenüber möglichen Regressansprüchen zu wappnen, die aufgrund eines Unfalls auf Drohnenbetreiber zukommen könnten, bedarf es einer separaten Versicherung in Form der Haftpflichtversicherung.

Die klassischen Verträge weisen zumeist keinen Einschluss von Drohnen auf. Bis dato gibt es hierzu noch keine einheitlichen Richtwerte, gerade was die Schadenhöhen betrifft und die Restriktionen der Versicherungen. Es ist gut möglich, dass hierfür gesonderte Bedingungen und Obliegenheiten zum Bestand des Vertrages werden – nur dann ist eine Haftpflichtversicherung bei Personen- oder Sachschäden auch zur Regulierung verpflichtet. 

Besondere Momente einfangen

Sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind, geht es um die praktischen Belange. Die örtliche Aufstiegsgenehmigung in der Tasche, ausreichend Versicherungsschutz im Hintergrund und ein sicheres Händchen bei der Steuerung einer Drohe vorausgesetzt. Bei Aufnahmen aus der Luft ist grundsätzlich zu beachten, dass allein für den Überflug fremder Grundstücke eine Genehmigung des Grundstückseigners erforderlich sein kann. Dasselbe gilt für Bild- oder Tonaufnahmen, die darauf stehende Gebäude oder andere Dinge mit einbeziehen – vor allem dann, wenn es um eine Veröffentlichung geht.

Geht es um öffentliche Gebäude, sind entsprechend die Behörden zuständig. Bis dato gibt es aber noch nicht ausreichend Gerichtsurteile, dass hier von einer überschaubaren Rechtslage gesprochen werden könnte. Besonderheiten sollten auch bei Aufnahmen von Veranstaltungen beachtet werden. Ganz allgemein erhöht sich natürlich das Gefahren- und Unfallpotenzial, gerade dort, wo viele Menschen auf engstem Raum zueinander finden. Hier wird unter anderem das Hausrecht des Veranstalters tangiert, zudem das Persönlichkeitsrecht der darauf abgebildeten Personen

Das Fazit

Quadrocopter bieten eine ideale Grundlage, um atemberaubende Eindrücke in Bild und Ton einzufangen. Gerade bei Aktivitäten in der Natur erfüllen sie außerdem eine Schutzfunktion. So lassen sich schwer überschaubare Gebiete unter Umständen „scannen“, um die Route daraufhin anpassen zu können. Gefahrensituationen können somit besser eingeschätzt werden. Nebenbei ist die Qualität der Aufnahme auch entsprechend, sodass ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis gegeben ist.
 
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